War sie schwanger? Mann schlägt Ehefrau blutig und tritt ihr in den Bauch

Löhne – Dass ein 39-Jähriger mit einer dreisten Lüge versuchte, die brutalen Schläge an seiner Ehefrau zu verschleiern, konnte das Amtsgericht Bad Oeynhausen am Freitag aufdecken.

Vor Gericht stritt die Frau ab, schwanger zu sein. (Symbolbild)
Vor Gericht stritt die Frau ab, schwanger zu sein. (Symbolbild)  © 123RF

Laut Anklage eskalierte am 15. Dezember ein Streit zwischen dem 39-Jährigen aus Somalia und seiner Frau während eines Spaziergangs. Auf der Löhner Jahnstraße soll er sie vor den Augen des gemeinsamen Sohnes lautstark angeschrien, blutig geschlagen und anschließend in den Bauch getreten haben.

Zu diesem Zeitpunkt soll die vollverschleierte Frau schwanger gewesen sein, was sie selbst jedoch vor Gericht bestritt.

Beim ersten Gerichtstermin behauptete der 39-Jährige, seine Frau mit einem Schneeball unglücklich getroffen zu haben (TAG24 berichtete). Diese hatte Prellungen im Gesicht und eine aufgeplatzte Unterlippe erlitten, worauf der 39-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt wurde.

Der zweite Gerichtstermin am 20.07.2018 brachte jedoch die brutale Wahrheit ans Licht, als ein Zeuge die Tritte und Schläge bestätigte und angab, dass an dem Tag auf der Jahnstraße gar kein Schnee gelegen habe. Zudem habe ein Polizist einen deutlichen Schwangerschaftsbauch bei der Frau vernommen, wie die Neue Westfälische mitteilte.

Die Frau bestätigte schließlich die dreiste Lüge ihres Mannes, weshalb ihr nun ein Verfahren wegen Falschaussage droht.

Da die Schwangerschaft jedoch unbewiesen sei und so keine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung infrage kam, verurteilte das Gericht den 39-Jährigen wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro.


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