Geldeintreiber drohen Mann mit vorgehaltener Pistole

Die Angeklagten bedrohten den Zeugen und seine Tochter. (Symbolbild)
Die Angeklagten bedrohten den Zeugen und seine Tochter. (Symbolbild)  © 123RF

Löhne/Bielefeld - Weil ein Mann bei einem 38-Jährigen aus Löhne Schulden hatte, wurde ihm mit dem Tod gedroht. Jetzt müssen sich der Löhner und ein 37-Jähriger aus Porta Westfalica wegen räuberischer Erpressung vor Gericht verantworten.

Eigentlich soll es um 7000 bis 10.000 Euro gegangen sein. Doch der Angeklagte wollte nach einem eigenmächtigen Zinsaufschlag ganze 40.000 Euro zurück haben.

Anfang April 2016 fuhr der Löhner zur Wohnung des Mannes, der sich daraufhin im Garten versteckte. Weil der 38-Jährige ihm mit dem Tod drohte, verließ er sein Versteck. Mit einer vorgehaltenen Pistole zwang er den Mann, zum Autohandel des zweiten Angeklagten nach Porta zu fahren.

Während dieser Fahrt soll er den Zeugen geschlagen und gewürgt haben und bei Ankunft an dem Autohandel sollen weitere zehn unbekannte Personen auf die beiden gewartet haben.

In den Büroräumen wurden dann die 40.000 Euro verlangt. Dem Zeugen gelang die Flucht auf die Toilette, doch der 38-Jährige soll ihm direkt gefolgt sein und die Tür eingetreten haben. Zwei der Unbekannten sollen ihn daraufhin mit dem Kopf voran in die Toilettenschüssel gedrückt haben.

Zuletzt soll der Löhner ihm auch noch die Pistole in den Mund geschoben haben, und zwar so weit, dass zwei Schneidezähne dabei beschädigt wurden. Mit Drohungen gegenüber der Tochter des Zeugen soll der Angeklagte das Geld dann bis zum Mittag des folgenden Tages gefordert haben.

Der Prozess gegen die beiden Erpresser startet am Montag, 24. April, vor dem Bielefelder Landgericht.

Titelfoto: 123RF


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