Steckt ein gefährlicher Virus dahinter? Insgesamt 21 tote Löwen in Park

Talala - Im indischen Gir-Nationalpark sind erneut acht Löwen verendet.

Schon wieder sind acht Löwen umgekommen. (Symbolbild)
Schon wieder sind acht Löwen umgekommen. (Symbolbild)  © 123RF

Mit den neuen Todesfällen stieg die Zahl toter Tiere innerhalb von drei Wochen auf 21, wie Vertreter des Nationalparks im Bundesstaat Gujarat im Westen des Landes am Dienstag mitteilten. Die Behörden machten Viruserkrankungen verantwortlich. Bei den Tieren handelt es sich um Asiatische Löwen, eine bedrohte Unterart.

"Von den acht toten Löwen in der vergangenen Woche starben vier an Virusinfektionen, weitere vier an einer Protozoeninfektion, die durch Zecken übertragen wird", sagte Parkpfleger Dushyant Vasavada. "Es werden noch Tests durchgeführt. Wir hoffen, es ist nicht CDV."

Lokale Medien hatten berichtet, das Canine Staupevirus (CDV) sei für die Todesfälle verantwortlich. Das Virus befällt vor allem Hunde, aber auch Großkatzen, und hat 1994 in Tansanias Serengeti Wildreservat fast 1000 Löwen getötet.

Der Gir-Wald und seine Umgebung sind das weltweit einzige Gebiet, in dem Asiatische Löwen (Panthera leo persica) noch in freier Wildbahn leben. Die Zahl der Löwen-Unterart hatte im Gir-Nationalpark in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Nach einer Zählung von 2015 lebten in dem Schutzgebiet 523 Löwen - im Jahr 1913 waren es nur 20.

Nach Bekanntwerden der weiteren Todesfälle gingen 500 Helfer durch den Park, um nach den übrigen Tieren zu sehen. Fünf Löwen würden noch behandelt, 31 Tiere wurden in einer Tierpflegeeinrichtung isoliert, wie Parkmitarbeiter mitteilten. Die Erkrankungen traten demnach nur in einem Teil des Parks auf. Die Tiere wurden vorsorglich geimpft.

Titelfoto: 123RF


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