Nach Waldbrand in Sächsischer Schweiz: Gemeinde bleibt auf den Kosten sitzen!

Lohmen - Tagelang bedrohte ein Feuer Anfang August unsere Bastei. Wehren aus der ganzen Umgebung rückten an, da die einzelnen Brandorte zwischen den Felsen nur schwer zu erreichen waren. Jetzt kommt das dicke Ende, eine fette Rechnung für die zuständige Gemeinde.

Noch immer sitzt die Gemeinde auf den Kosten des Großbrandes vom 2. August.
Noch immer sitzt die Gemeinde auf den Kosten des Großbrandes vom 2. August.  © Daniel Förster/dpa

Noch immer trudeln im Rathaus von Lohmen die Rechnungen der Wehren für den Großeinsatz ein. "Ich hoffe immer noch, dass es im fünfstelligen Bereich bleibt", sagt Bürgermeister Jörg Mildner (59, CDU). "Aber das wird noch einige Wochen dauern. Eventuell liegen die Ausgaben dann auch in einer sechsstelligen Größenordnung."

Deshalb hat Mildner bereits mit Innenminister Ronald Wöller (48, CDU) gesprochen. Ohne Erfolg! Laut Gesetz ist für die Kosten nämlich die Gemeinde zuständig.

Was passiert, wenn das Ministerium nichts zuschießt? "Dann muss ich mit den Bürgermeistern der anderen Gemeinden verhandeln, inwieweit sie mir entgegenkommen können", sagt Mildner. "Im schlechtesten Falle droht uns die Haushaltssperre."

Auch einen Brandstifter, der den Schaden zahlen müsste, hat die Polizei nicht. "Es gab in dem Fall eine heiße Spur", sagt Sprecher Thomas Geithner (44). "Aber die hat sich dann doch nicht bestätigt."

Verdächtigt wurden Boofer, die die Nacht zuvor im Freien verbracht hatten. Die Gemeinde hat ein Spendenkonto eingerichtet: lohmen-sachsen.de

Eine Woche nach dem Brand bedankte sich der Nationalpark-Chef Dietrich Butter (64) bei den Feuerwehrmännern für ihren Einsatz.
Eine Woche nach dem Brand bedankte sich der Nationalpark-Chef Dietrich Butter (64) bei den Feuerwehrmännern für ihren Einsatz.  © Marko Förster/dpa

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