Hirsch im Liebesrausch springt Jumper in die Quere und stirbt

Lohsa/OT Mortka - Am Dienstag wurde an der B 96 ein Hirsch beim Überqueren der Straße von einem Citroen Jumper erfasst und verstarb noch an der Unfallstelle. Wildunfälle haben im Herbst Saison. Nicht allein der Liebesrausch spielt dabei eine Rolle.

Finaler Wildwechsel: Der Hirsch war nach dem Unfall sofort tot.
Finaler Wildwechsel: Der Hirsch war nach dem Unfall sofort tot.  © Henry Gburek

Der Hirsch überquerte die Fahrbahn von links nach rechts. Ein in Richtung Hoyerswerda fahrender Citroen (Fahrer: 47) konnte nicht mehr bremsen, kam nach links ab, fällte mehrere Bäume, bevor er im Wald zum Stehen kam.

Der Fahrer blieb unverletzt, der Hirsch war sofort tot. Schaden: 10.000 Euro.

Markus Biernath (53), Leiter des Forstbezirks Dresden, bestätigt: "Während der Paarungszeit sind die Tiere aktiver." Doch das muss nicht der Grund gewesen sein. Er nennt noch weitere Tücken des Herbstes, die das Wild wilder machen.

Dazu zählt, dass sich das Wild wegen der Feldarbeiten wieder vermehrt in den Wald zur Futtersuche zurückzieht. Aber auch die Treibjagden, die derzeit stattfinden, sorgen für Unruhe bei den Tieren.

3152 Wildunfälle gab es 2018 im Bereich der Polizeidirektion Görlitz, 2019 waren es bislang 2695. "Langsam fahren und wenn Wild vor das Auto läuft, abbremsen, keinesfalls ausweichen", rät Polizeisprecherin Anja Leuschner (31).

In Sachsen versucht man durch Wildbrücken und spezielle Reflektoren am Straßenrand, die das Scheinwerferlicht so brechen, dass das Wild im Wald dadurch gewarnt wird, die Unfälle zu reduzieren.

Der Citroen "Jumper" kam erst im Wald zum Stehen.
Der Citroen "Jumper" kam erst im Wald zum Stehen.  © Henry Gburek

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