Auf Transplantations-Liste: Lok-Keeper Benny Kirsten bekommt Meniskus von Fans angeboten

Leipzig - Nachdem am Sonntag bekannt wurde, dass sich Benjamin Kirsten, Torhüter des 1. FC Lokomotive Leipzig und Sohn von DDR-Ikone Ulf Kirsten, einer Meniskustransplantation unterziehen muss, hat der 32-Jährige viel Zuspruch erfahren. Jetzt meldete er sich auch persönlich bei seinen Fans, die ihm sogar wahnsinnige Angebote machten.

Am 24. April 2019 hütet Benny Kirsten das Lok-Tor im Sachsenpokal-Halbfinale gegen den Chemnitzer FC (12:13 nach Elfmeterschießen). Es war eines seiner letzten Spiele für den ambitionierten Viertligisten.
Am 24. April 2019 hütet Benny Kirsten das Lok-Tor im Sachsenpokal-Halbfinale gegen den Chemnitzer FC (12:13 nach Elfmeterschießen). Es war eines seiner letzten Spiele für den ambitionierten Viertligisten.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

"Wahnsinnig viele Nachrichten" habe der einstige Dynamo-Keeper am Sonntag und Montag erhalten, nachdem sein Verein verkündete, dass sich Kirsten mit seinem Comeback noch gedulden muss. "Ich kam gar nicht hinterher", so der zweifache Papa.

Einige seiner über 10.500 Instagram-Follower wollten dem Publikumsliebling sogar ganz persönlich helfen. "Ich fand es wirklich auch sehr rührend, dass der ein oder andere mir sogar seinen Meniskus angeboten hat", erzählte der Mann zwischen den Pfosten. "Das ist natürlich so nicht möglich, aber es ehrt denjenigen sehr."

Denn: Ein Spendermeniskus kann ausschließlich verstorbenen Menschen entnommen werden.

"Das ist sicherlich eine spezielle Situation. Ich weiß, dass viele von euch nichts damit anfangen können, was eine Meniskustransplantation ist", so Kirsten weiter. Er selbst habe auch einige Tage gebraucht, sich mit diesen Gedanken abzufinden. "Das war anstrengend, sich damit auseinander zu setzen."

Lok-Schock für Benny Kirsten: "Ich stehe auf der Warteliste für eine Meniskustransplantation!"

Dem Torhüter geben Frau Sarah, Tochter Lena und der jüngste Spross Mika Luis in der schweren Zeit Kraft.
Dem Torhüter geben Frau Sarah, Tochter Lena und der jüngste Spross Mika Luis in der schweren Zeit Kraft.  © Lutz Hentschel

"Ich stehe auf der Warteliste für eine Meniskustransplantation." Mit diesem Satz leitete Benjamin Kirsten via Instagram eine persönliche Nachricht an seine Fans ein.

Im vergangenen Jahr habe er laut eigener Aussage "sämtliche Versuche unternommen, mein rechtes Knie durch einen konventionellen Eingriff und harte Reha-Programme zu stabilisieren, um dem 1. FC Lokomotive Leipzig in der wichtigen Rückrunde wieder zur Verfügung zu stehen."

Im November wurde ihm jedoch in einer Spezialklinik in Augsburg ein erneuter Eingriff nahegelegt. "Der Meniskusschaden ist so schwerwiegend, dass mir nur noch durch eine Transplantation weitergeholfen werden kann."

Einen Monat später fuhr der 32-Jährige erneut nach Augsburg, um alle dafür notwendigen Schritte in die Wege zu leiten. Kirsten: "Die nächsten Wochen oder Monate warte ich nun auf den Anruf, dass die Operation realisiert werden kann."

Große Unterstützung bekommt er von seinem Verein, dem Tabellenzweiten der Regionalliga Nordost. "Vor allem Wolfgang Wolf gilt mein großer Dank. Er ist in dieser für mich schwierigen Zeit vertrauensvoller Partner und Berater. Auch aus der Mannschaft widerfährt mir großer Zuspruch und Freundschaft."

Er werde sich nun mit aller Kraft seiner Genesung widmen und hofft sehr auf eine vollständige Heilung.

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