Lok Leipzigs Coach nach Pleite beim Letzten enttäuscht über Spieler: "Schon im Urlaub!"

Leipzig - Fußball-Regionalligist 1. FC Lokomotive Leipzig hat am 31. Spieltag eine überraschende 2:4-Niederlage bei Aufsteiger Optik Rathenow einstecken müssen. Gegen das Nordost-Schlusslicht war Stürmer Djamal Ziane zwar schon in der 2. Minute erfolgreich, doch es folgten vier Gegentreffer. Teammanager Björn Joppe (40) war vom Auftritt seiner Mannschaft enttäuscht.

Seit der Rückrunde ist Björn Joppe Teammanager bei Lok Leipzig. Unter dem 40-Jährigen feierte der FCL in zwölf Ligaspielen sieben Siege.
Seit der Rückrunde ist Björn Joppe Teammanager bei Lok Leipzig. Unter dem 40-Jährigen feierte der FCL in zwölf Ligaspielen sieben Siege.  © Picture Point/G. Krieg

"Mein Bauchgefühl hat sich diesmal nicht getäuscht. Ich wusste, dass unabhängig vom Gegner es ein sehr schweres Spiel werden wird, nach dem Pokalfight am Mittwoch", sagte der 40-Jährige.

Mitte der Woche hatte der FCL in einem packenden Sachsenpokal-Halbfinale bei Ligakonkurrent und Spitzenreiter Chemnitzer FC 12:13 nach Elfmeterschießen verloren, war nach einem 0:2-Rückstand zurückgekommen, führte in der Verlängerung 3:2 und ging mit einem 3:3 in die Entscheidung. Beim 22. (!) Elfmeter scheiterte Paul Schinke an CFC-Keeper Jakub Jakubov und besiegelte unfreiwillig das Lok-Aus - kurz vorm Endspiel.

"Das war sehr emotional und intensiv", beschrieb Joppe die hauchdünne Niederlage. Die Köpfe bei seinen Spielern seien deutlich nach unten gegangen, "wir hatten uns das Finale vorgenommen".

Und dann ging's nach Brandenburg. Rathenow, eine 25.000-Einwohner-Stadt westlich von Berlin, an der Grenze zu Sachsen-Anhalt, war das Ziel. Kann ja nicht so schwer sein beim Aufsteiger, der mit mageren 21 Punkten nach 30 Spielen die rote Laterne seit dem 9. Spieltag innehatte. Doch es kam ganz, ganz anders.

Lok-Spieler mit den Gedanken "schon im Urlaub"

Nach Zianes rascher Führung waren vier Optiker erfolgreich, ehe Loks Stürmer den 2:4-Endstand herstellte.

Teammanager Björn Joppe zeigte sich danach wenig zufrieden. "Ich warte einfach von meinen Spielern - auch wenn die Saison rum ist -, dass man für die Mannschaft arbeitet und kämpft. Bei vier, fünf Mann hatte ich das Gefühl, dass sie keine Lust mehr haben und schon im Urlaub sind", sagte der 40-Jährige.

Für die Probstheidaer ist die Saison tatsächlich mehr oder weniger schon vorbei. Mit 26 Punkten Rückstand auf Ligaprimus CFC kann man nicht mehr aufsteigen, mit elf Zählern Vorsprung vor der Abstiegszone aber auch nicht mehr in die Oberliga gehen.

Joppe: "Wir gucken jetzt, dass wir die letzten drei Spiele vernünftig angehen. Ich glaube, wir wollen auch nicht hingestellt werden, dass es Wettbewerbsverzerrung ist."

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