Lok Leipzig Tabellenführer, aber Pfeffer verschießt Elfer in Halberstadt

Halberstadt - Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat am Freitagabend erstmals in der Vereinsgeschichte bei Germania Halberstadt gewonnen. Beim 2:0 (2:0) vor 855 Zuschauern im Friedensstadion trafen Robert Zickert (29.) und Matthias Steinborn (38.) zu einem verdienten Sieg.

Matthias Steinborn traf in der 38. Minute zum 2:0. Sein sechstes Ligator, in den letzten fünf Pflichtpartien traf er immer. (Archivbild)
Matthias Steinborn traf in der 38. Minute zum 2:0. Sein sechstes Ligator, in den letzten fünf Pflichtpartien traf er immer. (Archivbild)  © Picture Point/S. Sonntag

Fünf Pflichtspiele in Folge waren die Probstheidaer vor der Partie ungeschlagen. Nach dem 0:2 im Stadtderby bei der BSG Chemie vor fünf Wochen folgten zunächst vier Siege, zwei davon im Sachsenpokal. Letzten Sonntag kamen die Blau-Gelben jedoch nicht über ein 2:2 gegen Union Fürstenwalde hinaus, verpassten Rang zwei (TAG24 berichtete). Halberstadt kam mit einem 1:0-Erfolg aus Erfurt in die Partie.

Noch nie konnte der FCL in Halberstadt gewinnen. Das letzte Auswärtstor gelang 2010 beim 2:2-Remis, damals noch in der Oberliga.

Die lange Durststrecke endete am Freitag eindrucksvoll. Lok ließ den Gastgeber überhaupt nicht ins Spiel kommen und hatte wieder einen bärenstarken Aykut Soyak auf dem Feld.

Der 24-Jährige versuchte es zunächst erfolglos. Doch nach einer knappen halben Stunde brachte er einen präzisen Freistoß auf den langen Pfosten, wo Kapitän Robert Zickert nur noch einköpfen musste - 1:0 für Lok (29.).

In der 33. Minute hatte Matthias Steinborn die große Chance zum 2:0, fünf Minuten später machte er es dann besser: Wieder ein Standard, diesmal eine Ecke, wieder hereingebracht von Soyak. Ein Abwehrspieler klärte zu kurz, Steinborn bekam den Ball und erhöhte (38.).

Soyak ist der beste Mann und macht Lok zum Tabellenführer

Feierte die Tabellenführung: Loks Interimstrainer Wolfgang Wolf. (Archivbild)
Feierte die Tabellenführung: Loks Interimstrainer Wolfgang Wolf. (Archivbild)  © Picture Point/S. Sonntag

Im zweiten Durchgang hatte zunächst der auffällige Soyak die Riesenchance, den Sack zuzumachen. Doch sein Schuss nach einer Drehung im Strafraum klatschte nur an die Latte (53.).

Dann gab's Elfmeter für die Gäste. Tino Schulze hatte Maik Salewski im Sechzehner gefoult, Schiedsrichter Michael Wilske (Bretleben) zeigte sofort auf den Punkt. Sascha Pfeffer trat an, scheiterte aber mit einem schwachen Schuss an Florian Sowade, es blieb beim 0:2 (62.).

Pfeffer wollte seinen Fehler wieder gutmachen, das spürte man. Doch Versuche in der 66. und 75. Minute blieben auch nur Versuche.

Lok macht durch den Dreier einen ordentlichen Sprung von Platz vier an die Spitze, kann aber von Altglienicke und Hertha II im direkten Duell sowie Energie Cottbus (in Fürstenwalde) noch überholt werden.

In der Länderspielpause stehen die Landespokale an. Lok Leipzig muss am Sonntag (13 Uhr) zum Oberligisten VFC Plauen. Halberstadt tritt bereits am Samstag (13 Uhr) beim FC Einheit Wernigerode an.

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