"Angriffe!" Das sagt Lok Leipzigs Präsident zu den Schulden-News

Leipzig - Die Anschuldigungen sind hart, die Reaktion klar und deutlich: Die Führungsetage des 1. FC Lokomotive Leipzig distanziert sich weiter vehement vom angeblichen "Schuldensumpf", in dem sich der Regionalligist befinden soll. Am Montag hat nun Präsident Thomas Löwe (50) Stellung bezogen.

Werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr: Ex-Manager Wolf-Rüdiger Ziegenbalg (l.) und Lok-Präsident Thomas Löwe.
Werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr: Ex-Manager Wolf-Rüdiger Ziegenbalg (l.) und Lok-Präsident Thomas Löwe.  © Picture Point

Der 50-Jährige bewertete im Gespräch mit dem "Lokruf" die jüngsten Berichterstattungen als "Angriffe auf unseren Verein". Die Medien würden mit Falschinformationen versorgt und diese würden ungeprüft in Umlauf gebracht werden.

Hintergrund: Der MDR hatte mit Ex-Manager Wolf-Rüdiger Ziegenbalg (69) über die finanzielle Lage der abstiegsbedrohten Probstheidaer gesprochen. Er legte interne Dokumente offen, die die prekäre Lage des Vereins untermauern sollten. Rund 790.000 Euro sind dort als Minus des letzten Geschäftsjahres ausgewiesen.

Löwe: "Wir haben positive Ergebnisse erzielt. Diese werden auch im Finanzbericht auf der Mitgliederversammlung am 23. November verkündet." Vor laufender Kamera wolle man jedoch nicht über Zahlen sprechen. Nur soviel: "Die Zahlen, die genannt wurden, muss ich zurückweisen", sagte der Präsident.

Der FCL befindet sich ohnehin schon im Rechtsstreit mit dem geschassten Ziegenbalg. Nach nicht einmal drei Monaten wurde der 69-Jährige nach internen Unstimmigkeiten im Mai freigestellt (TAG24 berichtete). Nun folgten seine vom Verein als falsch deklarierten Enthüllungen. Auch dagegen prüfen die Blau-Gelben rechtliche Schritte.

ETL-Boss kommt zum Gespräch - Eröffnung des Kunstrasenplatzes verschoben

Die Eröffnung des Kunstrasenplatzes wird sich verzögern.
Die Eröffnung des Kunstrasenplatzes wird sich verzögern.  © 1. FC Lok Leipzig

Mit dem Boss des Hauptsponsors ETL werde schon am Samstag gesprochen werden - sicher auch über finanzielle Aspekte. Dann ist Franz-Josef Wernze (70) als Ehrengast anlässlich des 125-jährigen Vereinsjubiläums zu Gast in Leipzig.

Schlechte Neuigkeiten gibt es vom Kunstrasenplatz. Der sollte eigentlich schon im August eröffnet werden. Genehmigungen hätten gefehlt, wodurch sich alles nach hinten verschoben hat, bestätigte Thomas Löwe. Dieses Jahr werde man ihn - auch angesichts des bald eintretenden Frosts - nicht mehr in Betrieb nehmen. Man habe so lang auf sein neues Schmuckstück warten müssen, "die vier, fünf Monate hat es nun auch noch Zeit", sagte Löwe. Geplante Fertigstellung ist nun im kommenden März.

Sportlich läuft es für den ambitionierten Viertligisten derzeit wenig prickelnd. Die magere Bilanz aus zwei Siegen aus den letzten elf Ligaspielen und Tabellenplatz 15 nach 15 Spieltagen haben die Aufstiegshoffnungen schnell begraben. Derzeit liegt Lok 29 (!) Punkte hinter Ligakrösus Chemnitzer FC.

Doch der Präsident bekräftigt: "Die Jungs haben verstanden, dass wir nur mit Kampf da unten rauskommen." Die nächste Chance, den Kampfgeist zu beweisen, bietet sich am kommenden Sonntag, wenn ab 13.30 Uhr die Zweitvertretung von Hertha BSC zu Gast im Bruno-Plache-Stadion ist. Dann wird auch mit den Fans das 125 Jahre alte Bestehen gefeiert. Löwe: "Es sind einige Aktionen geplant."

Der Chef von Loks Hauptsponsor ETL, Franz-Josef Wernze, wird am Samstag mit der Vereinsführung über die aktuelle (auch finanzielle) Lage sprechen.
Der Chef von Loks Hauptsponsor ETL, Franz-Josef Wernze, wird am Samstag mit der Vereinsführung über die aktuelle (auch finanzielle) Lage sprechen.  © Picture Point

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