Affenlaute gegen dunkelhäutigen Gegner: Lok Leipzig muss blechen

Leipzig - Wegen rassistischer Parolen ist Regionalligist 1. FC Lokomotive Leipzig zu einer Geldstrafe verteilt worden. Auch Spieler David Urban wurde sanktioniert.

Neben dem Verein selbst wurde auch Lok Leipzigs David Urban (r.) wegen der Vorfälle gegen Herthas Jessic Ngankam (l.) sanktioniert.
Neben dem Verein selbst wurde auch Lok Leipzigs David Urban (r.) wegen der Vorfälle gegen Herthas Jessic Ngankam (l.) sanktioniert.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Wie das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) am Donnerstagabend mitteilte, hat der FCL eine Strafe in Höhe von 3000 Euro erhalten. 1000 Euro davon können für Maßnahmen gegen Rassismus und Rechtsextremismus verwendet werden. Umgehend erklärte der Tabellenzweite der Nordost-Staffel, dass man den Betrag dem Fanprojekt Leipzig zur Verfügung stelle.

"Der Club ist weiterhin mit den Behörden bemüht, diese wenigen Verursacher, die für den Club keine Fans sind, ausfindig zu machen", so der FCL am späten Abend. Man trete "weiterhin für Toleranz und Antidiskriminierung ein."

Die Blau-Gelben haben dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Zudem muss Spieler David Urban, dem in diesem Rahmen ebenfalls ein Vergehen nachgewiesen werden konnte, 1500 Euro zur Durchführung eines gemeinsamen Workshops mit Minderjährigen der Nachwuchsmannschaften beider Vereine leisten. Dieser soll für gegenseitigen Respekt, Teamgeist und Fairness und gegen Diskriminierung und Gewalt geschehen, an dem neben Urban auch der Geschädigte Jessic Ngankam beteiligt sein müssen.

Am 6. Dezember 2019 war es im Rahmen des Ligaspiels zwischen Hertha BSC II und dem 1. FC Lok Leipzig (Endstand 1:2) zu Affenlauten aus dem Leipziger Fanlager gekommen (TAG24 berichtete). "Zudem hatten Leipziger Zuschauer in der 65. Spielminute einen Nebeltopf mit starker Rauchentwicklung abgebrannt", so der NOFV.

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