Nach Joppe-Aus: Lok Leipzigs Steinborn macht gegen Babelsberg Chemie-Schmach vergessen

Leipzig - Nach der ersten Saisonniederlage ausgerechnet gegen Stadtrivale Chemie Leipzig ist der 1. FC Lok Leipzig wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen die weiter sieglosen Jungs vom SV Babelsberg gewann das Team von Interimscoach Wolfgang Wolf am Montagabend vor 3105 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion durch ein Tor von Matthias Steinborn (76.) mit 1:0 (0:0).

Paul Schinke (2.v.l.) im Zweikampf mit Fabrice Montcheu.
Paul Schinke (2.v.l.) im Zweikampf mit Fabrice Montcheu.  © Picture Point/S. Sonntag

Nur eine der acht Duelle in der viertklassigen Regionalliga Nordost konnte der FCL in den letzten sechs Jahren gegen die Filmstädter für sich entscheiden. Diesmal gingen die Hausherren als klarer Favorit ins Spiel, denn mit dem SVB kam das einzige noch sieglose Team ins Bruno.

Lok hingegen verlor erst einmal, ausgerechnet beim großen Stadtrivalen Chemie hieß es vor zwei Wochen 0:2 (TAG24 berichtete).

Auf der blau-gelben Bank nahm nach sieben Jahren wieder Wolfgang Wolf als Trainer Platz, nachdem Teamchef Björn Joppe und Co-Trainer Ronny Surma zusammen zurücktraten (TAG24 berichtete).

36 Sekunden waren gespielt, da hatte Loks Djamal Ziane schon die erste Gelegenheit, schoss jedoch am Kasten vorbei. In der 5. Minute näherten sich die Potsdamer langsam an, doch Tobias Dombrowas Schuss war keine Herausforderung für Lukas Wenzel.

Kurze Aufregung nach einer knappen halben Stunde: Matthias Steinborn schoss seinen Gegenspieler im Strafraum an die Hand, Schiri Rasmus Jessen (Stralau) zeigte jedoch nicht auf den Punkt (28.).

In der nächsten gefährlichen Szene hätte es beinahe für die Gäste geklingelt, doch Wenzel riss beim Sonntagsschuss von Tom Nattermann gerade noch so den rechten Arm hoch (35.).

In der Folge drückte der FCL auf die Führung, doch Ziane (36.), Startelf-Debütant Peter Misch (37.), Wolfgang Wolfs Sohn Patrick (38.) und Robert Zickert per Bogenlampe (45.) verpassten jeweils.

Tor für Babelsberg zurückgenommen - Steinborn erlöst sich und die Fans

Mit seinem dritten Ligator schoss Matthias Steinborn Lok zum Heimsieg gegen Babelsberg.
Mit seinem dritten Ligator schoss Matthias Steinborn Lok zum Heimsieg gegen Babelsberg.  © Picture Point/S. Sonntag

Auch im zweiten Durchgang war die Wolf-Truppe die tonangebende Mannschaft, rein wollte die Kugel aber irgendwie trotzdem nicht.

Vor allem Steinborn ließ mehrere Chancen ungenutzt, schoss in der 52. Minute vom Sechzehner vorbei und köpfte später neben Flügels Tor (59.).

Zwischendrin entschärfte der Babelsberger Schlussmann ein verkorkstes Rückspiel von Valentin Rode gerade noch (54.), ehe der Ball plötzlich im Tor war - und zwar bei Lok.

Nattermann (ehemals Sachsen und RB Leipzig) hatte getroffen, Jessen gab den Treffer vorerst, um ihn kurz darauf nach Rücksprache mit Linienrichter Chris Rauschenberg zurückzunehmen - wahrscheinlich wegen Handspiels (56.).

Lange Zeit passierte nichts, doch dann erlöste Steinborn endlich den 1. FCL. Nach Ziane-Vorlage traf der Knipser abgefälscht ins lange Eck zum verdienten 1:0 (76.).

Die Probstheidaer schieben sich damit wieder an Energie Cottbus vorbei, die am Sonntag Chemie knapp 2:1 geschlagen hatten, und ist wieder Dritter. Der Rückstand auf Tabellenführer Hertha BSC II beträgt weiter drei Punkte.

Schon am Freitag (16 Uhr) ist Lok wieder gefordert, ist dann beim Schlusslicht Bischofswerda zu Gast. Es ist auch die Generalprobe für das identische Duell sechs Tage später im Sachsenpokal-Achtelfinale beim BFV (31. Oktober, 13 Uhr).

Feierte im ersten Spiel als Trainer nach sieben Jahre Pause direkt den ersten Sieg: Interimscoach Wolfgang Wolf.
Feierte im ersten Spiel als Trainer nach sieben Jahre Pause direkt den ersten Sieg: Interimscoach Wolfgang Wolf.  © Picture Point/S. Sonntag

Mehr zum Thema Lok Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0