Lok Leipzig verspielt in Überzahl unnötig Tabellenplatz zwei

Leipzig - Lok Leipzig hat den Sprung auf Tabellenplatz zwei verpasst. Das Team von Interimstrainer Wolfgang Wolf kam trotz spielerischer Überlegenheit am Sonntagnachmittag nicht über ein 2:2 (1:2)-Unentschieden gegen den FSV Union Fürstenwalde hinaus. Vor 2534 erzielten Matthias Steinborn (9.) und Aykut Soyak (55.) die Lok-Tore, Joshua Putze (25.) und Lukas Stagge (29.) drehten die Partie vor 2534 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion zwischenzeitlich.

Robert Berger (l.) verschätzte sich bei einem langen Ball, brachte so Keeper Herbert Schötterl unter Druck, der seinen Gegenspieler im Sechzehner foulte. (Archivbild)
Robert Berger (l.) verschätzte sich bei einem langen Ball, brachte so Keeper Herbert Schötterl unter Druck, der seinen Gegenspieler im Sechzehner foulte. (Archivbild)  © Picture Point/G. Krieg

Mit den Brandenburgern kam eines der auswärtsstärksten Teams nach Probstheida. Die Hälfte der 20 bisherigen Punkte konnte der FSV auswärts einfahren. Zudem war die Brust nach dem 3:0 gegen Rot-Weiß Erfurt am letzten Wochenende breit.

Der 1. FCL hatte die große Chance, mit Tabellenführer Altglienicke gleichzuziehen. Aufgrund der deutlich schlechteren Tordifferenz gegenüber der VSG war ein Überholen jedoch nahezu ausgeschlossen.

Nach vier Siegen am Stück wollten die Leipziger den nächsten Dreier einfahren, das spürte man von Anfang an. Wenig überraschend konnte Lok schon früh durch Matthias Steinborn in Führung gehen - 1:0 (9.).

Romario Hajrulla, der für Djamal Ziane ran durfte, hatte in der 20. Minute das 2:0 auf dem Fuß, schob den Ball aber am Kasten vorbei.

Lok zog sich danach etwas zurück, war auf die eigene Defensivarbeit bedacht. In dieser Phase leistete sich Robert Berger einen Fehler, verschätzte sich bei einer Flanke, sodass Darryl Geurts allein auf Wenzel-Ersatz Herbert Schötterl zulief. Der Keeper, der im August vom FC Fulham nach Probstheida kam, foulte Geurts im Sechzehner. Joshua Putze legte sich den Ball hin und konnte sicher zum 1:1 ausgleichen (25.).

Doch es kam noch schlimmer. Nur wenige Minuten später gab es Freistoß für Fürstenwalde, den Lukas Stagge zum 2:1 für die Gäste einköpfte (29.). Schötterl machte auch da keine gute Figur.

Es folgten weitere Chancen durch Hajrulla (32.), Robert Zickert (41.) und Sascha Pfeffer (45.), doch es ging mit einem Halbzeitrückstand in die Kabine.

Soyak gleicht aus

Nach drei Siegen ohne Gegentor reichte es für Interimstrainer und Sportdirektor Wolfgang Wolf am Sonntag nur zu einem 2:2 gegen Fürstenwalde.
Nach drei Siegen ohne Gegentor reichte es für Interimstrainer und Sportdirektor Wolfgang Wolf am Sonntag nur zu einem 2:2 gegen Fürstenwalde.  © Rocci Klein

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff gab es einen Freistoß aus gefährlicher Position, den Steinborn herausgeholt hatte. Und der sollte passen.

Aykut Soyak trat und und verwandelte zum 2:2 für den FCL (55.). Lok blieb dran, war jetzt am Drücker und wollte den fünften Pflichtspielsieg in Folge klarmachen

Die letzte Viertelstunde spielte der Gastgeber in Überzahl, da Fürstenwaldes Peter Köster nach hartem Einsteigen die Rote Karte sah (75.).

Das Momentum lag auf Seiten der Blau-Gelben, die bemüht waren und Union weit in deren Hälfte drängte. Jedoch sollte der 3:2-Siegtreffer nicht mehr fallen.

Durch den Punktgewinn rutschten die Leipziger durch Cottbus' Sieg gegen Bischofswerda um einen Platz auf die vier. Dennoch ist man punktgleich mit dem Zweiten Hertha, verpasste es aber, mit Spitzenreiter Altglienicke gleichzuziehen.

Lok ist am kommenden Freitag (19 Uhr) im Auswärtsspiel bei Germania Halberstadt gefordert.

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