Bengalos, Raketen, Torwart-Patzer: Lok Leipzig ist trotzdem wieder Erster!

Leipzig - Mit ein paar weniger Toren als im ersten Freitagsspiel der Regionalliga Nordost hat sich Lok Leipzig begnügt. Die Blau-Gelben sicherten sich durch ein 4:2 (1:1) gegen den ZFC Meuselwitz die erneute Übernahme der Tabellenführung. Maik Salewski (10.), Robert Zickert (49.), Paul Schinke (90./Elfmeter) und Ishmael Schubert-Abubakari (90.+3) erzielten vor 3061 Zuschauern im heimischen Bruno-Plache-Stadion die Lok-Tore, Alexander Dartsch (39.) und Sebastian Albert (60.) gelang jeweils nur der Ausgleich.

Maik Salewski traf bereits in der 10. Minute zum 1:0 für Lok. (Archivbild)
Maik Salewski traf bereits in der 10. Minute zum 1:0 für Lok. (Archivbild)  © Picture Point/Gabor Krieg

Im Eröffnungsspiel des 24. Spieltags feierte der BFC Dynamo im Berliner Derby bei Hertha BSC II einen unglaublichen 7:4-Erfolg! Ganz so torhungrig waren Lok und der ZFC kurz danach nicht.

Das Momentum unter den Aufstiegsaspiranten befindet sich derzeit klar aufseiten des FCL. Die Leipziger stehen nach wie vor bei nur einer Pleite, gewannen zuletzt zweimal in Folge. Absteiger Energie Cottbus holte in den letzten drei Spielen nur zwei Pünktchen, die VSG Altglienicke verlor zwei der letzten drei Spiele. Unter anderem auch in Meuselwitz (1:2), dem Gegner der Leipziger am Freitag.

Im Duell des Zweiten gegen den Elften kamen die Hausherren deutlich besser ins Spiel. Das durfte man aber auch so erwarten.

Schon in der 5. Minute wurde es fürs Zipsendorfer Tor richtig gefährlich: Nach einer Eingabe von rechts verpasste Djamal Ziane in der Mitte knapp. Kurz danach wurde es noch heißer, als Matthias Steinborn nach einem Freistoß ebenfalls nicht genügend Zielwasser intus hatte (7.).

Doch dann klingelte es! Maik Salewski zog von halblinks einfach mal trocken aus 25 Metern ab und versenkte die Kugel links oben im Kreuz - 1:0 für Lok (10.).

Die erste Torannäherung der Meuselwitzer gab es erst nach 20 Minuten, als Ben-Luca Moritz aus zu spitzem Winkel sein Glück versuchte - erfolglos. Der ZFC wurde danach mutiger und sollte sich noch in der ersten Halbzeit belohnen: Luca Bürger tankte sich links an der Strafraumgrenze durch, chippte vor den Kasten, wo Alexander Dartsch nur noch einnicken musste - 1:1 (39.).

Kurz vor dem Seitenwechsel dann nochmal Lok: Meuselwitz bekam den Ball nicht weg, Keeper Ruben Aulig gab weiter an Fabian Raithel, der einen Gegenspieler bediente. Doch aus der zweiten Reihe jagte ein Blau-Gelber die Kugel drüber (45.+1).

Führung, Ausgleich, Führung, Sack zu

Lok ist nach dem 4:2 gegen Meuselwitz wieder oben auf!
Lok ist nach dem 4:2 gegen Meuselwitz wieder oben auf!  © imago images/Beautiful Sports

Der 2. Durchgang begann direkt wieder mit entschlossenen Sachsen, die sich auch prompt belohnten. An eine Flanke in den Strafraum kam Kapitän Robert Zickert mit dem Oberschenkel, von wo der Ball ins Tor prallte - 2:1 (49.).

Und wieder sollte die Loksche die Führung aus der Hand geben, diesmal richtig leichtfertig: Einen Rückpass wollte Keeper Fabian Guderitz direkt wegschlagen, der Ball prallte aber von seinem Schienbein ab, landete direkt beim gerade erst eingewechselten Sebastian Albert, der nur noch einschieben musste - 2:2 (60.).

Es ging quasi im Minutentakt weiter: Im Konter spielte Tobias Becker Dartsch an, der mit dem Vollspann drüberschoss (62.). Im Gegenzug wurde Leipzigs Steinborn wunderbar bedient, wollte hoch ins lange Eck schlenzen, doch Aulig roch den Braten (63.).

In der 67. Minute wurde Steinborn noch mal lang geschickt, der sich knapp im Laufduell durchsetzte, aber doch klar daneben schoss. Er ging danach raus, Ishmael Schubert-Abubakari kam rein.

Schiedsrichter Christoph Dallmann musste die Partie danach unterbrechen, weil unbelehrbare Lok-Anhänger im Block Bengalos und Raketen zündeten. Nach mehrminütiger Unterbrechung ging es weiter.

Nach einem Zusammenprall zwischen Keeper Aulig und Romarjo Hajrulla gab's Elfmeter für Lok, den Paul Schinke platziert vollendete (90.). In der Nachspielzeit traf Joker Schubert-Abubakari sogar noch zum 4:2-Endstand.

Nächste Woche Sonntag geht es für den FCL zum Berliner AK. Anstoß ist wie gewohnt um 13.30 Uhr.

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