Autistin wird in Pflegeheim vergewaltigt, doch das ist noch nicht das Schlimmste

London - Eine autistische Frau aus England ist offenbar Opfer einer Vergewaltigung geworden. Als wäre das nicht schon schlimm genug, hat die Tat noch weitere Folgen.

Die Frau wurde vergewaltigt, die Polizei hat den Fall allerdings zu den Akten gelegt. (Symbolbild)
Die Frau wurde vergewaltigt, die Polizei hat den Fall allerdings zu den Akten gelegt. (Symbolbild)  © 123RF

Wie "Metro" berichtet, wird die Frau zum Schutz ihrer Identität nur als Cassie bezeichnet.

Seit ihrer Kindheit leidet sie an Autismus. Seit 2007 hat sie zudem mit schweren Hautausschlägen, Zahnproblemen und Blutergüssen zu kämpfen. Grund genug für die Familie, sie in die Obhut eines Pflegeheims zu geben.

Doch der dortige Aufenthalt wurde offenbar zur Qual. Nach mehreren Untersuchungen im Guy's Hospital im Süden von London konnte festgestellt werden, dass die Frau vergewaltigt worden war. Schlimmer noch: Die Mediziner teilten der Familie mit, dass Cassie HIV hat.

Die Polizei begann umfassende Ermittlungen. Somit konnte festgestellt werden, dass die Tat zwischen 2006 und 2016 stattgefunden haben muss. Das machte es den Ermittlern aber umso schwerer.

Ein Polizist in einem Interview: "Aufgrund des Zeitraums von zehn Jahren, in dem die Straftat begangen wurde, konnten keine eindeutigen Verdächtigen festgestellt werden und es gibt keine forensischen Möglichkeiten. Es gibt keine Möglichkeit, die zu diesem Zeitpunkt eine weitere Untersuchung ermöglicht."

Und weiter: "Eine umfassende Untersuchung wurde durchgeführt, unglücklicherweise und trotz aller Bemühungen kamen nicht genügend Beweise für eine strafrechtliche Verfolgung gegen irgendjemanden zusammen."

Heißt im Klartext: Der Fall bleibt ungeklärt.

Cassies Mutter vermutet zwar, dass ein Nachtschichtarbeiter für die Tat verantwortlich gewesen sein könnte. Beweise gibt es allerdings nicht. Cassie selbst kann keine Auskünfte zur Tat geben. Durch ihre Krankheit hat sie offenbar keinerlei Erinnerungen an den Vorfall.

Trotz der ernüchternden Aufklärung wurde dennoch inzwischen viel dafür getan, dass es Cassie trotz ihrer Krankheit besser geht.

Zusammen mit anderen Patienten des Pflegeheims wurden sie in neue Einrichtungen verlegt. "Cassie und alle ehemaligen Bewohner sind jetzt in Sicherheit und glücklich. Wir überwachen ihren Fortschritt regelmäßig und pflegen den Kontakt zu ihrer Familie", sagte ein Sprecher gegenüber Metro.

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