Kann Boris Becker seine Schulden nicht bezahlen?

Der einstige Wimbledon-Gewinner Boris Becker (49) in seiner Parade-Disziplin.
Der einstige Wimbledon-Gewinner Boris Becker (49) in seiner Parade-Disziplin.  © DPA

London - Ist Tennis-Legende Boris Becker (49) pleite? Zu diesem Urteil kam ein britisches Gericht am Mittwoch, als es über ein Verfahren der Privatbank Arbuthnot Latham & Co gegen den früheren Wimbledon-Sieger verhandelte.

In dem Prozess ging es darum, dass Becker seine Schulden nicht beglichen hatte. Schon seit 2015 soll sich der 49-Jährige mit der Rückzahlung seiner Schulden im Verzug befinden.

Wie Welt.de schreibt, soll es die Richterin als "historisch" bezeichnet haben, dass eine Person so lange einer Zahlungsaufforderung nicht nachkomme.

Zuvor hatten die Anwälte Beckers versucht, weitere 28 Tage Aufschub zu erzielen. Diese wollte der Ex-Trainer von Novak Djokovic nutzen, um sein Anwesen auf Mallorca zu verkaufen und mit dem eingenommenen Geld seine Schulden abzubezahlen.

Die Richterin, die Becker in den 1980er-Jahren bei seinen großen Tennissternstunden live miterlebt haben soll, hatte allerdings nicht das Gefühl, dass der 49-Jährige in der Lage wäre, seine Schulden zurückzuzahlen.

In die gleiche Kerbe schlug auch der Anwalt Beckers: "Wenn es um Geld geht, ist er leider nicht sehr clever", sagte dieser über den früheren Olympiasieger, der zum Prozess selbst nicht anwesend war.

Update 20.00 Uhr: Boris Becker dementiert Berichte über "Pleite": Tennislegende Boris Becker (49) hat über seinen deutschen Anwalt Medienberichte dementiert, wonach er pleite sei. "Das Verfahren betrifft ein Darlehen, das Herr Becker binnen eines Monats in voller Höhe zurückgezahlt hätte." Becker sei "überrascht und enttäuscht, dass sich die gegnerische Bank in einem konkreten Zivilverfahren in Großbritannien entschieden hatte, Klage gegen ihn einzureichen".

Die Kanzlei Schertz Bergmann Rechtsanwälte kündigte an, Becker werde beantragen, die Verfügung umgehend aufzuheben. "Medienmeldungen, wonach unser Mandant pleite sei, entsprechen damit nicht der Wahrheit."

Zum Prozess in London war der frühere Olympiasieger nicht anwesend.
Zum Prozess in London war der frühere Olympiasieger nicht anwesend.  © DPA

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