Darum leidet Deine Psyche unter zu viel Weihnachtsmusik

Alle Jahre wieder: Viele Menschen stresst Weihnachtsmusik, die den ganzen Tag dudelt.
Alle Jahre wieder: Viele Menschen stresst Weihnachtsmusik, die den ganzen Tag dudelt.  © 123rf.com/prometeus

London - Pünktlich zum Beginn der Vorweihnachtszeit warnt eine Expertin: Zu viel Weihnachtsmusik stresst uns und schadet damit der Psyche.

Heutzutage wird Weihnachten ja offiziell eingeläutet, wenn "Last Christmas" zum ersten Mal im Radio läuft. Die Einen freuen sich, die Anderen stöhnen.

Nun warnte die Psychologin Linda Blair bei "Sky News", dass zu viel Weihnachtsmusik belastend für die Psyche sein kann.

Besonders schlimm ist die Dauerberieselung etwa in Einkaufszentren. Nicht nur Kunden macht die Beschallung aggressiv, sondern vor allem die Mitarbeiter.

Wissenschaftler haben zwar auch herausgefunden, dass Weihnachtsmusik positive Auswirkungen auf die Kaufentscheidung der Kunden hat. Jedoch nur, wenn weitere Reize - etwa Düfte - zur Musik passen.

Dann öffnen sich die Geldbörsen quasi von alleine.

Harmoniert die Musik mit anderen Reizen, zum Beispiel Düfte, werden Kunden zum Kaufen animiert.
Harmoniert die Musik mit anderen Reizen, zum Beispiel Düfte, werden Kunden zum Kaufen animiert.  © 123rf.com/jackf

Schlecht sieht es dagegen für die Mitarbeiter im Einzelhandel aus. Bei ihnen kann Weihnachtsmusik gesundheitlichen Schaden anrichten.

Ihnen rät Blair, die dudelnde Weihnachtsmusik auszublenden. Denn sonst sei es schwer möglich, sich auf die anfallenden Arbeiten zu konzentrieren.

"Ihre ganze Energie verschwenden sie dann darauf, diese Musik nicht zu hören." Das wirkt sich wiederum negativ auf die Leistungsfähigkeit aus.

Die Musikpsychologin Dr. Victoria Williamson hat sogar eine Beziehung zwischen der Häufigkeit, wie oft wir Musik hören, die wir mögen, und unserer Reaktion darauf festgestellt: "Last Christmas" können wir am Anfang noch ganz toll finden.

Mit der Zeit nerven aber die zahllosen Wiederholungen - manche eben so sehr, dass sie es nicht mehr hören können, ohne aggressiv zu werden.

In der britischen "Cosmopolitan" bezeichnete Williamson dies als "U-förmige Beziehung": "Die ersten paar Male werden Sie beglückt sein, aber zu viele Wiederholungen werden Sie zermürben."

Titelfoto: 123rf.com/Ion Chiosea/prometeus


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