Ermittlungen gegen Polizisten! Lief bei der Suche nach Maddie McCann etwas schief?

London - Für die Suche nach der verschwundenen Madeleine McCann wurde im Jahr 2011 eine eigene Spezialeinheit ins Leben gerufen. Leider konnten auch die Ermittler von "Operation Grange" Maddie bisher nicht aufspüren und zu ihrer Familie zurückbringen. Nun stehen drei Polizisten am Pranger.

Seit über 11 Jahren wird nun schon nach der vermissten Maddie McCann gesucht. Bislang ohne zählbaren Erfolg.
Seit über 11 Jahren wird nun schon nach der vermissten Maddie McCann gesucht. Bislang ohne zählbaren Erfolg.  © DPA

Wie The Sun berichtet, sollen sich alle drei Cops im Dienst etwas geleistet haben. Jedem Ermittler wird vorgeworfen, "seine Pflicht vernachlässigt zu haben".

Diese Anschuldigungen wiegen schwer, wurden doch insgesamt mehr als 11 Millionen Pfund (umgerechnet mehr als 12 Millionen Euro) in die Suche nach dem im Portugal-Urlaub spurlos abhanden gekommenen Kind investiert.

Wie sich jedoch im Laufe der Untersuchungen herausstellte, konnten die Vorwürfe gegen zwei der Cops nicht erhärtet werden.

Am Ende stellte Scotland Yard fest, dass auch bei der dritten Person kein wirklicher Fall von Vernachlässigung der Dienstpflicht vorlag.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, woher diese (unberechtigten) Anschuldigungen stammen. Wurden die Vorwürfe aus dem Familienkreis von Maddie McCann erhoben?

Oder sind Internet-Trolle für die Gerüchte um nachlässige Polizeibeamte verantwortlich?

Maddie McCann: Wann können die "OperationGrange"-Ermittler endlich wieder eine heiße Spur vermelden?

Malerisch sieht der Strand von Praia la Luz an der portugiesischen Algarve aus. Hier wurde Madeleine McCann das letzte Mal lebend gesehen.
Malerisch sieht der Strand von Praia la Luz an der portugiesischen Algarve aus. Hier wurde Madeleine McCann das letzte Mal lebend gesehen.  © DPA

Über das World Wide Web bahnte sich erst vor einigen Wochen ein fälschlicher Hoffnungsschimmer den Weg.

Auf der Dating-Plattform Tinder tauchte ein Nutzer-Account von Madeleine McCann auf (TAG24 berichtete). Als Profilbild wurden echte Fotos der wohl berühmtesten Vermissten der Welt genutzt.

Die Zeit bei der Suche nach dem Mädchen drängt derweil.

Zwar wurden kurz vor Jahresfrist noch einmal 150.000 britische Pfund (etwa 170.000) Euro locker gemacht. Das Geld muss jedoch bis 31. März 2019 aufgebraucht werden.

Die letzte publik gemachte heiße Spur schien in Portugal zu liegen. Dorthin hatten sich britische Polizei-Bedienstete per Flug auf den Weg gemacht.

Kostenpunkt 1240 Pfund Sterling, umgerechnet etwa 1400 Euro, wenngleich Scotland Yard nicht bestätigen wollte, dass ein direkter Zusammenhang zur "Operation Grange" bestünde.

Andere Fährten wie eine mysteriöse Dame in lila oder Hinweise, dass das Kind in einem unterirdischen Keller gefangen gehalten werden, hatten sich nicht verdichtet. Falls sie noch am Leben ist, wäre Maddie McCann mittlerweile 15 Jahre alt.


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