Umweltschützer wollen Londoner Flughafen für mehrere Tage lahmlegen

London (Großbritannien) - Die Umweltschützer hinter Extinction Rebellion wollen ihre Pläne weiterverfolgen und ab dem morgigen Donnerstag den Flughafen London City stilllegen.

Polizisten tragen eine Extinction Rebellion Demonstrantin von einer Londoner Blockade.
Polizisten tragen eine Extinction Rebellion Demonstrantin von einer Londoner Blockade.  © dpa/Jonathan Brady/PA Wire

Die selbsternannten Klimaretter Extinction Rebellion gaben am heutigen Mittwoch bekannt, dass sie ab Donnerstag den Flughafen London City sperren wollen. Ihre Mitstreiter sollen sich ab 7.30 Uhr von ihren bisherigen Blockadestellen lösen und zum beliebten Stadt-Flughafen aufbrechen.

In London, aber auch anderen Städten, wie beispielsweise Berlin, organisierten die Aufständler nämlich bereits seit Montag reichlich Chaos.

Immer wieder banden oder klebten sie sich an bekannten Wahrzeichen fest oder blockierten sitzend verschiedene große Straßen.

Ihr Ziel ist es, damit auf die Klimapolitik einzuwirken und ein Umdenken anzuregen. So sollen durch ihre Aktionen auf lange Sicht weniger CO2-Emissionen entstehen.

Nun verfolgt die Londoner Gruppierung ihr engstes Ziel und will den stark genutzten Flughafen im Zentrum der Stadt lahmlegen. Pro Jahr fliegen an diesem Flughafen über 4,5 Millionen Menschen ab oder kommen an. Er ist dennoch der kleinste Flughafen in der Region.

Sperrung des Flughafens soll friedlich verlaufen

Eine British Airways Maschine landet am Flughafen London City.
Eine British Airways Maschine landet am Flughafen London City.

Am Flughafen London City soll die Aktion um 9 Uhr am Morgen beginnen. Der Protest soll auf die Unterstützung der Regierung für die Ausweitung des Luftverkehrs abzielen.

Für die Aktivisten ist der geplante Ausbau des Luftdrehkreuzes unvereinbar mit den klimatischen Zielen, die sich das Land und die EU auferlegt haben. Die britische Regierung investiert rund 2 Milliarden Pfund (umgerechnet fast 2,23 Milliarden Euro) in die Vergrößerung des City Airports.

Zusätzlich soll der Flughafen London Heathrow eine dritte Start- und Landebahn bekommen.

Am Flughafen wollen die Umweltschützer eigenen Angaben nach keinen Aufstand anzetteln. Sie sollen sich ab dem Vormittag vor den Türen zum Abflug- und Ankunftsbereich hinlegen, setzen oder ankleben.

"Hunderte von Teilnehmern sollen sich bereits dazu verpflichtet haben, ihren Körper gewaltfrei zu benutzen, um den Flughafen zu schließen, und sind bereit, ihre Freiheit zu opfern, um dieses Ziel zu erreichen", berichtet Rupert Read, Sprecher der Extinction Rebellion in einer Mitteilung.

"Sie haben versprochen, den Flughafen selbst zu einem weiteren Protestgelände zu machen und Lebensmittel und Infrastruktur mitzubringen, um die gesamten 3 Tage zu überleben", fährt er fort.

Sollten die Aktivisten den Flughafen nicht erreichen, versprechen sie, sowohl den Docklands Light Railway-Bahnhof (Haltepunkt der führerlosen DLR-U-Bahn in London) als auch die Zufahrtsstraße zum City Airport zu blockieren.

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