Horror-Vermieter steuert Heizung zentral: Mieter nur noch genervt und am Frieren

London (Großbritannien) - Ein Vermieter hat in der Metropole London kurz vor dem Winter die Thermostate seiner Mieter abgeschlossen.

Das Thermostat wurde abgeschlossen. Keiner darf es verstellen, selbst wenn es zu kalt ist.
Das Thermostat wurde abgeschlossen. Keiner darf es verstellen, selbst wenn es zu kalt ist.  © Screenshot/Twitter/alexmilsom

Einer der betroffenen Wohnungsmieter, Alex Milsom, postete ein entsprechendes Foto auf Twitter und sprach mit der britischen Zeitung Metro über diese grausame Aktion.

Demnach zahle der 27-jährige Mieter jeden Monat rund 700 britische Pfund (umgerechnet etwas mehr als 810 Euro) für die Miete der Wohnung.

Am vergangenen Samstag dann der Schock: Die Thermostatsteuerung wurde von einer Box verschlossen. Er sagt der Zeitung, er sei nicht vom Vermieter informiert worden, dass solche eine Änderung anstehe.

"Zuerst waren wir Mieter ziemlich überrascht", erzählt er. "Schnell verwandelte sich aber der Zustand der Überraschung in einen Schock."

Da der Vermieter nicht täglich rund um die Uhr im Haus ist, können an manchen Tagen Milsom und die anderen Mieter weder heißes Wasser zum Kochen aufsetzen, noch warm duschen. Das Thermostat erhitzt nämlich auch die Warmwasserleitung.

Das Heizsystem sei ein Nest-Thermostat, soll der Vermieter zum Beruhigen gesagt haben. Solche Thermostate regeln die Temperatur eigenständig ohne fremdes Zutun. "Wir haben keine Kontrolle darüber, was nervt", beschwert sich der 27-Jährige.

Rechtliche Schritte gegen Vermieter vermutlich nicht zielführend

Auch wenn das Thermostat die Temperatur hoch regelt, wenn es zu kalt wird, ist es momentan noch nicht aushaltbar. Das Thermostat benötigt einige Zeit, um die Heizgewohnheiten der Mieter zu erlernen und rechtzeitig auf Temperaturabfälle zu reagieren.

"Bei der Arbeit und auch schon auf dem Weg dahin bin ich deshalb nun sehr mürrisch", fährt Milsom fort. Der Vermieter ließe nicht mit sich reden, erklärt Milsom. Die Steuerung soll in seiner Hand liegen.

Andere Mieter des Hauses prüfen nun rechtliche Schritte gegen den kalten Horror-Vermieter.

Das Citizens Advice Bureau (eine Stelle, bei der sich Bürger Londons Rat in jederlei Angelegenheit einholen können) rät indes davon ab, zu klagen, schreibt Metro. "Das Mietverhältnis könnte zum nächstmöglichen Zeitpunkt beendet werden oder der Mietpreis steigt eventuell an", wird ein Sprecher zitiert.

Wohnraum ist knapp in der Millionenstadt. Eine neue, erschwingliche Wohnung zu finden sei nahezu unmöglich. Alex Milsom beobachtet die Situation deshalb vorerst und hofft auf Besserung.

Titelfoto: Screenshot/Twitter/alexmilsom


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