Jahrelang schwer krank! Bruder von Herzogin Kate schockt mit Geständnis

London - Er hat alles, was ein junger Mann sich wünschen kann: James Middleton (31) sieht gut aus, stammt aus einer wohlbehüteten Familie und ist erfolgreicher Geschäftsmann. Dennoch trug der Bruder von Herzogin Kate (37) lange ein dunkles Geheimnis.

James Middleton geht mit seiner Krankheit ganz bewusst in die Offensive.
James Middleton geht mit seiner Krankheit ganz bewusst in die Offensive.  © DPA

Wie er jetzt in einem emotionalen Gastbeitrag in der "Daily Mail" gesteht, litt Middelton jahrelang unter schweren Depressionen. Er schreibt von dem Lärm in seinem Kopf, der ihm jede Nacht den Schlaf raubte, und erzählt, wie er sich jeden Tag auf Arbeit schleppte.

"Dann starrte ich mit gläsrigen Augen auf meinen Computerbildschirm und wollte die Stunden vergehen lassen, damit ich wieder nach Hause fahren konnte. Die lähmende Trägheit packte mich. Ich konnte nicht auf die einfachste Nachricht antworten", gesteht Middleton.

Er habe nicht kommunizieren können, "auch nicht mit denen, die ich am meisten liebte: meine Familie und enge Freunde". Stattdessen habe er alles in sich hineingefressen, sei Tag für Tag "tiefer in einen Morast der Verzweiflung" versunken. Ein nicht enden wollender Teufelskreis.

"Ich weiß, dass ich reich gesegnet bin und ein privilegiertes Leben führe", schreibt Middelton weiter. "Aber es machte mich nicht immun gegen Depressionen." Sie seien mehr als nur Traurigkeit. Er beschreibt sie als "Krebs des Geistes".

Ein Zweck oder eine Richtung im Leben fehlten ihm. Zwar habe er nicht wirklich an Selbstmord gedacht, "aber ich wollte auch nicht in dem Zustand leben, in dem ich mich befand". Ende 2017, am Tiefpunkt, fasst der 31-Jährige den Entschluss, sich Hilfe zu suchen.

Zur Hochzeit von Harry und Meghan im Mai kam James mit Schwester Pippa.
Zur Hochzeit von Harry und Meghan im Mai kam James mit Schwester Pippa.  © DPA

Im Zuge Behandlung wird bei Middleton eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung diagnostiziert. "Und es war eine Offenbarung, als mir gesagt wurde, dass ich sie habe. Es hat so viel erklärt." Vieles, worunter er jahrelang litt, machte auf einmal einen Sinn.

Jetzt, wo er sich seinem Problem gestellt und gelernt hat, damit auf gesunde Weise umzugehen, wagt er ganz bewusst den Schritt an die Öffentlichkeit. Dazu inspiriert hätten Middleton auch seine Schwester Kate sowie die Prinzen William und Harry.

"Ich fühle ich mich gezwungen, offen darüber zu sprechen, denn genau das ist es, was mein Schwager William, meine Schwester Catherine und Prinz Harry durch ihre Heads Together für psychische Gesundheit befürworten", schreibt er.

Denn das Stigma, das psychischen Erkrankungen noch immer anhaftet, könne nur überwunden werden, wenn Betroffene darüber sprechen. "Also wäre es nicht ehrlich, meine Geschichte zu unterdrücken. Ich möchte mich zu Wort melden, und sie sind meine Motivation dafür."

Middleton hat es geholfen, die innere Dunkelheit, von der er immer wieder schreibt, zu besiegen. Auch seine Familie sei ihm dabei eine große Stütze gewesen, nachdem er sich ihr mit seiner Krankheit einmal offenbart hatte.

"Es war eine Ausbildung für uns alle, die komplexe Natur der Depression zu verstehen", sagt er heute stolz - und zelebriert seine neue Offenheit auch auf Instagram. Middletons Profil ist nämlich seit kurzem öffentlich. Auch das ist offenbar Teil seiner Genesung.

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