Vater kann seine leibliche Tochter (7) nicht lieben, weil sie ihn ein Leben lang an den Verrat seines Lebens erinnert

London (England) - Ein Familienvater aus London, der anonym bleiben will, hat der "Daily Mail" berichtet, warum er seine Tochter (7) nicht lieben kann und sich dafür schämt. Das Kind ist das Resultat eines Verrats seiner Ex-Frau. Fünf Monate nachdem sich das Paar getrennt hatte, wurde seine Ex schwanger - dank seines eingefrorenem Spermas, das sie nicht benutzen durfte.

Über den Verrat, den seine Frau an ihm beging, kommt der Familienvater nicht hinweg (Symbolbild).
Über den Verrat, den seine Frau an ihm beging, kommt der Familienvater nicht hinweg (Symbolbild).  © 123RF

Der wohlhabende Geschäftsmann in seinen Vierzigern, sagt, dass seine Tochter "schön" sei, aber eben auch eine "ständige Erinnerung an den Schmerz", den ihre Zeugung verursachte.

So wurde das Kind nur deshalb geboren, weil sich die Ex-Frau des Mannes in der Londoner IVF-Klinik (eines der größten Kinderwunschzentren Londons) mit einer gefälschten Unterschrift Zugriff zu dessen Sperma verschaffte. Sie konnte die Ärzte erfolgreich davon überzeugen, dass ihr Mann einer weiteren Befruchtung zugestimmt hatte und das Schicksal nahm seinen Lauf.

In dem Interview mit der "Daily Mail" gewährte der Betrogene jetzt einen tiefen Einblick in sein Seelenleben: ".... die Wahrheit ist, dass ich keine tiefe oder besondere Verbindung zu ihr habe und mich deshalb schuldig fühle." Und weiter: "Ich fühle mit meiner Tochter nicht so, wie mit meinen anderen Kindern. Es gibt eine emotionale Blockade."

Zwar verklagte der Brite die Klinik, die auf die gefälschte Unterschrift hereingefallen war, auf Schadenersatz, weil er die Gebühren für die Privatschule, die Skiferien und das Kindermädchen der Siebenjährigen zahlen muss, doch er verlor den Prozess.

Judy Flemming von der IVF-Klinik äußerte sich zu dem Fall

Der Betrogene will Berufung einlegen (Symbolbild).
Der Betrogene will Berufung einlegen (Symbolbild).  © 123RF

Der Argumentation des betrogenen Vaters, dass seine Tochter durch "Täuschung, Eidbruch und Nachlässigkeit" gezeugt worden war und ihm deshalb eine sechsstellige Summe zustünde, folgten die Richter nicht. Sie entschieden, dass es "moralisch inakzeptabel" sei, ein Kind als "finanziellen Vermögenswert" zu betrachten.

Judy Flemming von der IVF-Klinik, die die Haftung ablehnte, sagte, sie habe mit "angemessener Sorgfalt" gehandelt. Sie fügte hinzu: "Wir haben unsere Verfahren verstärkt, um über den Industriestandard hinauszugehen und sicherzustellen, dass ein solcher Fall nicht erneut auftreten kann."

Der Vater, der jetzt mit einer anderen Frau verheiratet ist, will erneut vor dem Obersten Gerichtshof Berufung einlegen. Er möchte einen Teil seiner 750.000 Pfund (857.000 Euro) Gerichtskosten erstattet bekommen, für deren Tilgung er sein Haus belasten musste.


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