Notruf weigert sich, Krankenwagen zu kleinem Mädchen zu schicken, wenig später ist sie tot

London - Zahlreiche rosafarbene Ballons fliegen in die Luft. Der Rasen ist übersät mit vielen bunten Farben, doch die Menschen sind in schwarz gekleidet: Was zunächst aussieht, wie eine fröhliche Feier, ist der Abschied eines kleines Mädchens, das viel zu früh sterben musste.

Die kleine Kaysiah war ein lebensfrohes Mädchen.
Die kleine Kaysiah war ein lebensfrohes Mädchen.  © Screenshot/Facebook/KaysiahWilliamsSIP

Kaysiah Williams ist bereits mehr als ein Jahr tot, doch die Umstände sind für die Familie so unbegreiflich, dass ihre Oma ihren Fall jetzt erneut ins Gedächtnis der Menschen zurückgerufen hat.

Denn sie fordert Eltern dazu auf, nicht den Notruf "999" oder die "111" zu wählen, wenn man ein krankes Kind zu Hause hat. Ein gewagter Aufruf, denn natürlich retten die Einsatzkräfte tagtäglich Tausenden von Menschen das Leben.

Doch was ist passiert, damit die Oma zu dieser drastischen Maßnahme greift?

Wie "MyLondon" berichtet, wachte ihre Enkelin Kasiyah am Morgen des 1. Juni 2018 auf. Sie schrie vor Schmerzen, hatte sich bereits zwei Mal übergeben. Als ihre hochschwangere Mutter nach ihr sieht, bemerkt sie, dass das Mädchen ganz kalt ist und das Atmen ihr Schwierigkeiten bereitet. Die Mama tut, was jeder in dieser Situation tun würde: sie wählt den Notruf.

Auf der Nummer "999" wird ihr gesagt, dass der von ihr beschriebene Zustand ihrer Tochter kein Notfall sei und deshalb kein Krankenwagen losgeschickt werden würde. Die Mama wird an den "NHS 111 Service" durchgestellt, der in solchen Situationen einfach nur praktische Tipps für zu Hause gibt.

Eine Stunde nach dem Eintreffen im Krankenhaus ist Kaysiah tot

Kaysiah litt unter einer unentdeckten Herzmuskelentzündung.
Kaysiah litt unter einer unentdeckten Herzmuskelentzündung.  © Screenshot/Facebook/KaysiahWilliamsSIP

Weder an der ersten Anlaufstelle, noch an der zweiten werden die Eltern gefragt, ob sie selbst in der Lage seien, ihr offenbar sehr krankes Kind ins Krankenhaus zu bringen.

Der Vater war aber ebenfalls zu Hause und so kämpfte er sich durch den Stau in London, um Kaysiah in das St. Thomas Hospital zu bringen.

Vier Tage zuvor war bei ihr ein Magen-Darm-Virus diagnostiziert wurden. Die Eltern waren mit der Fünfjährigen zum Arzt gegangen, weil sie über starke Schmerzen klagte.

Nach einiger Fahrtzeit angekommen, trug der völlig aufgelöste Vater, dem die Panik ins Gesicht geschrieben stand, seine Tochter in die Notaufnahme. Nur eine Stunde später war sie tot!

Die Ärzte konnten nichts mehr für Kaysiah tun, nachdem die 5-Jährige einen Herzstillstand erlitten hatte. Wie sich im Nachhinein herausstellte, litt das Mädchen an einer unentdeckten Herzmuskel-Entzündung, hatte zudem eine Streptokokken-Infektion.

Für die Familie ist es nur schwer zu ertragen, dass Kaysiah womöglich noch am Leben sein könnte, wenn der Notarzt zum Haus der Familie gekommen wäre und so sofort bei dem Herzstillstand hätte eingreifen können.

So mussten die hochschwangere Mama und der Papa ihr kleines Mädchen zu Grabe tragen.

So emotional war der Abschied der kleinen Kaysiah


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