Tragisch! Mutter vertraut Freundin ihr Kind an, wenig später ist das Mädchen (6) tot

London - Seit mehr als einem Jahr vergeht kein einziger Tag, an dem Camille Remekie die schmerzhafte Frage, warum ihre erst sechs Jahre alte Tochter Dajahnel sterben musste, nicht quält. Bis jetzt hat die Mutter keine Antwort darauf.

Camille Remekie (links) und ihre Tochter Dajahnel waren ein Herz und eine Seele.
Camille Remekie (links) und ihre Tochter Dajahnel waren ein Herz und eine Seele.  © Screenshot/Facebook/CamilleRemekie

Denn sie selbst war bei dem tragischen Badeunfall, bei dem ihr Mädchen am 28. Juli 2018 am beliebten Strand von Kent in der Nähe von London ums Leben kam, nicht dabei.

Es war das erste Mal überhaupt, dass die Mutter ihre Tochter einer anderen Person anvertraute. Eigentlich passte Camille immer selbst auf ihr Mädchen auf. Die beiden waren unzertrennlich. Egal, was sie taten, sie taten es gemeinsam.

Doch an diesem Sommertag Ende Juli war alles anders. Es war heiß und die Kirche, in der Camille und ihre Tochter Mitglied waren, organisierte einen Abend zuvor den Gruppenausflug für den nächsten Tag ans Meer.

Die Mama wollte dem Badespaß zunächst nicht zustimmen, denn sie wusste, dass ihre 6-jährige Tochter noch nicht schwimmen konnte. Zudem hatte sie - wie gesagt - bislang immer in der Freizeit selbst auf Dajahnel aufgepasst.

Doch als sogar ihre Arbeitskolleginnen sie darin bestärkten, ihrem kleinen Mädchen den Spaß nicht zu verderben, stimmte Camille zu.

Camille vertraute ihrer Freundin ihr Mädchen an und bereut es für immer

Das erste Mal, dass sie ihr Kind einer fremden Person anvertraute, führte zum Tod der Kleinen.
Das erste Mal, dass sie ihr Kind einer fremden Person anvertraute, führte zum Tod der Kleinen.  © Screenshot/Facebook/CamilleRemekie

Zu Cynthia Robinson, der Frau, die auf die Gruppe aufpasste, pflegte Camille seit Jahren ein sehr freundschaftliches Verhältnis, auch wenn es in den Monaten zuvor zu Streit gekommen sein soll.

So wollte Camille mit dem Anvertrauen ihrer Tochter auch einen Vertrauensbeweis liefern und der Freundschaft wieder ein wenig Auftrieb verleihen.

Wie Camille nun Ende September vor einem Untersuchungsausschuss aussagte, habe sie Cynthia extra noch einmal darauf hingewiesen, dass sie nicht wolle, dass ihre Tochter ins Wasser gehe.

"Ich kann mich allerdings nicht mehr daran erinnern, ob sie darauf etwas erwidert hat", berichtet Camille den Ermittlern, wie Daily Mail schreibt.

Noch am gleichen Abend und auch, als die Gruppe sich bereits am Strand befand, telefonierte Camille mit Cynthia per Videocall, um sicherzustellen, dass es ihrer Tochter gut geht. "Sie reagierte gereizt und fragte mich, warum ich ihr hinterher spioniere. Ich erwiderte, dass ich sie anrufe, weil ich ihr mein Kind anvertraut habe", sagte die Mutter den Ermittlern weiter.

Warum Dajahnel ins Wasser ging, darüber gibt es viele verschiedene Aussagen

Sie ging davon aus, dass die Anweisung ganz klar und deutlich war. Dennoch ergab eine Voruntersuchung des Falls im April, dass die Sechsjährige aufgefordert wurde, ins Wasser zu gehen, um sich die Hände zu waschen.

Um 14 Uhr hatte Camille ihre Tochter noch am Strand per Videotelefonie spielen sehen, eine Stunde später wurde sie von der Polizei in das Queen Elizabeth Hospital in Margate gebracht.

Dort musste sie Abschied von ihrer Tochter nehmen, die kurz zuvor ertrunken war und alle Wiederbelebungsversuche gescheitert waren.

Was sich in dieser einen Stunde, bevor man den leblosen Körper des Kindes auf einer Sandbank fand und ins Krankenhaus brachte, genau abgespielt hat, ist immer noch nicht klar.

Camille selbst schreibt auf einer von ihr ins Leben gerufenen Seite einer Spendenkampagne, dass sie mehrere Versionen darüber gehört hat, wie ihr Mädchen zu Tode kam. Manche machen das Versagen der Rettungsschwimmer verantwortlich, andere behaupten, das Mädchen sei mit einer Gruppe Teenager zum Pier gegangen, und wieder andere sagen, jemand habe Dajahnel zum Waschen ihrer Hände ins Meer geschickt.

Vor allem Cynthia baharrt auf dem Versagen der Rettungsschwimmer. Doch Camille will das nicht glauben. Die Untersuchung zu dem Unfall, der letztlich zum Tod der Sechsjährigen führte, wird fortgesetzt.

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