Netflix zeigt Maddie-Doku: Ihre Eltern wollen damit nichts zu tun haben

London / Kalifornien - Wenn man sich einer Sache bei Netflix sicher sein kann, dann, dass sich die Macher stets etwas Neues einfallen lassen. Noch in diesem Monat wird ein neuer Doku-Streifen über Maddie McCann zu sehen sein.

Was geschah mit Maddie McCann im Mai 2007?
Was geschah mit Maddie McCann im Mai 2007?  © DPA

Sollte Madeleine McCann noch am Leben sein, wäre sie mittlerweile ein Teenager.

Das Mädchen verschwand im Alter von drei Jahren spurlos, als es mit seiner Familie und den Geschwistern im Portugal-Urlaub weilte.

Seitdem sind knapp 12 Jahre vergangen, insgesamt wurden mehr als 11,75 Millionen Pfund in die Suche nach dem vermissten Kind investiert und konnte doch kein entscheidender Hinweis gefunden werden, was dem Mädchen in einer Mai-Nacht 2007 widerfuhr.

Bis zu 20 Millionen Pfund Sterling (mehr als 23 Millionen Euro) sollen laut Daily Mail in den Dokumentarfilm über die McCanns geflossen sein. Doch ausgerechnet beim Thema der Familie McCann liegt der Doku-Hase im Pfeffer.

Gerry und Kate (beide 50 Jahre alt), die Eltern der verschwundenen Madeleine, hatten nämlich kein Interesse mit den Produzenten von Pulse Film gemeinsame Sache zu machen. "Wir wollen damit nichts zu tun haben", ließ ein Sprecher der McCanns ausrichten.

Ermittler kommen in Doku zu Madeleine McCann auf Netflix zu Wort

Gerry und Kate McCann haben keine Lust an der Doku mitzuwirken.
Gerry und Kate McCann haben keine Lust an der Doku mitzuwirken.  © DPA

Schade für die Filme-Macher, aber die Vorfreude ist trotzdem groß.

"Alle sind fasziniert von der Maddie-Geschichte. Wir hätten die Möglichkeit begrüßt, direkt mit den McCanns zusammen zu arbeiten, aber sie teilten uns mit, dass sie nicht teilnehmen könnten und würden, während die polizeilichen Ermittlungen über eine mögliche Entführung ihrer Tochter andauern", verriet ein Insider den britischen Medien.

Dennoch sind die Netflix-Macher sicher, "interessante Interviews mit Personen, die der Untersuchung nahe stehen", zeigen zu können. Viele Zuschauer werden gespannt sein, ob auch Goncalo Amaral in der Maddie-Dokumentation mitspielen wird.

Der mittlerweile pensionierte portugiesische Detektiv behauptete, dass Madeleine McCann bei einem Unfall ums Leben gekommen sei und dies das Ärztepaar McCann vertuschen wolle.

Deshalb befinden sich Kate und Gerry mittlerweile in einem Rechtsstreit mit Amaral und möchten, dass er aufhört, seine Theorien zu verbreiten (TAG24 berichtete).


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