Mutter von Maddie McCann macht trauriges Geständnis

Kate McCann wendet sich mit einem emotionalen Brief an die Öffentlichkeit.
Kate McCann wendet sich mit einem emotionalen Brief an die Öffentlichkeit.  © DPA

London - Mit einem sehr langen und intimen Brief wendet sich Kate McCann am Freitag kurz vor Weihnachten erneut an die Öffentlichkeit. Veröffentlicht wurde er im "Telegraph", wo die Mutter, der seit fast elf Jahren verschwundenen Madeleine McCann, einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben gibt und ein trauriges Geständnis macht.

So schreibt sie, dass sie auch nach elf Jahren ohne ihre Tochter, noch immer ein Geschenk für Madeleine an Weihnachten hat. Ihren langen Brief leitet sie mit diesen bewegenden Sätzen ein:

"Das letzte Weihnachten, das ich je mit meiner Tochter Madeleine verbracht habe, ist eine sehr lebendige Erinnerung für mich. Sie war damals drei Jahre alt und hatte gerade im Kindergarten angefangen Weihnachtslieder zu lernen. Sie liebte es auch, Dean Martins' - Rudolph the red nosed Reindeer - zu singen. Ich kann sie immer noch hören."

Ihr erstes Weihnachtsfest sei für Kate McCann sehr schlimm gewesen. Sie schreibt, dass sie wie betäubt war. Es war ihr nicht möglich Geschenke, Karten oder sonst etwas zu kaufen oder zu organisieren. "Es fühlte sich alles so falsch an", schreibt sie.

Kate McCann: "Es fühlte sich alles so falsch an"

Kate passt die Geschenke, die sie Maddie kauft, ihrem Alter an. Heute wäre Madeleine 14 Jahre alt.
Kate passt die Geschenke, die sie Maddie kauft, ihrem Alter an. Heute wäre Madeleine 14 Jahre alt.  © DPA

Doch da sie und ihr Mann Gerald McCann noch zwei weitere Kinder haben, raffte sie sich in den nächsten Jahren auf, so dass jedes Weihnachten wieder etwas besser wurde. Noch immer haben demnach alle Familienmitglieder eine Weihnachtssocke, so auch Maddie.

Bei der Auswahl ihrer Geschenke achtet Kate McCann auf das Alter ihrer Tochter. Maddie wäre jetzt 14 Jahre alt. Deshalb hat Kate McCann in diesem Jahr auch ein passendes Geschenk für ein 14-jähriges Mädchen.

Noch immer wartet, bangt und hofft Kate McCann, dass ihre Tochter heimkehrt und hat auch ihr Zimmer nicht verändert, außer das darin die ganzen Geschenke liegen, die sie in den letzten Jahren bekommen hätte.

Kate McCann schließt ihren Brief im "Telegraph" mit diesen emotionalen Worten:

"Die polizeilichen Ermittlungen wegen Madeleines Verschwinden sind immer noch aktiv, zum Glück, und obwohl es unglaublich langsam und frustrierend sein kann, setzen wir unsere Hoffnung fort. Das ist alles, was wir tun können. Während sich die Menschen an diesem Wochenende mit ihren Familien treffen und zusammen essen und Geschenke tauschen, möchte ich sie bitten, sich an die Vermissten zu erinnern. Wir dürfen sie niemals vergessen."

Vielleicht geht diese Geschichte doch noch irgendwann gut aus. Kate McCann wird sicherlich auch 2018 wieder ein Geschenk für Madeleine McCann kaufen. Solange der Fall nicht gelöst ist, besteht dann noch immer die Möglichkeit, dass ihre Tochter wieder da ist und das Geschenk selbst auspackt.


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