Kleiner Junge (6) aus zehntem Stock geworfen: Motiv des Täters (18) schockiert

London (Großbritannien) - Es ist eine schreckliche Tat, die noch immer für Fassungslosigkeit sorgt: Ein junger Mann hat einen sechs Jahre alten Jungen aus dem zehnten Stock geworfen. Das Motiv dafür schockiert: Er wollte ins Fernsehen.

Ein kleiner Junge war im August 2019 in die Tiefe geworfen worden. (Archivbild)
Ein kleiner Junge war im August 2019 in die Tiefe geworfen worden. (Archivbild)  © Yui Mok/PA Wire/dpa

Dies erklärte Jonty Bravery (18), der sein hilfloses Opfer am 4. August dieses Jahres vom Tate Modern, einer Galerie in der Millionenmetropole, in die Tiefe geworfen hatte.

Der Sechsjährige aus Frankreich, der mit seiner Familie zu Besuch in London war, überlebte wie durch ein Wunder den Sturz von der Besucherplattform des Gebäudes.

Im Zuge des Sturzes, der aufgrund der Bauweise des Hauses nach fünf Stockwerken gestoppt worden war, erlitt er jedoch Hirnblutungen, die laut Angaben sein Leben für immer verändern werden. Dies berichtet der britische Sender BBC.

Vor Gericht räumte Bravery, der den Beamten nach seiner Festnahme schilderte, dass er in die TV-Nachrichten gelangen wolle, die Tat bereits ein, bekannte sich des versuchten Mordes für schuldig.

Er sei mit der Intention aufgebrochen, "jemanden zu verletzen".

"Ich denke, ich habe jemanden umgebracht, ich habe gerade jemanden vom Balkon geworfen", hatte der 18-Jährige, der zur Tatzeit 17 Jahre alt war, gegenüber Sicherheitsmitarbeitern des Tate Modern laut des Berichts im Prozess deutlich geschildert. Sein Opfer befindet sich weiter in der Reha und muss rund um die Uhr betreut werden.

Immer wieder wacht der kleine Junge, der teilweise gelähmt ist und dessen Hirnfunktionen noch immer eingeschränkt sind, mit starken Schmerzen auf, kann diese allerdings nicht wirklich mitteilen. Es sind höllische Qualen, unter denen auch die Familie des Kindes leidet. "Unser Leben ist vor vier Monaten zum Stillstand gekommen", werden Angehörige zitiert.

Das Urteil gegen Bravery wird im Februar des kommenden Jahres erwartet.

In London ist es im August des Jahres 2019 zu einem schrecklichen Verbrechen gekommen.
In London ist es im August des Jahres 2019 zu einem schrecklichen Verbrechen gekommen.  © Screenshot/Google Maps

Titelfoto: Yui Mok/PA Wire/dpa


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