Verrückt! Erste US-Präsidentin muss voll auf Drogen schwere Klimakrise lösen

USA - Charlize Theron als US-Präsidentin?! Keine Sorge, es handelt sich nur um ihre neue Komödie "Long Shot - Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich", die am 20. Juni in den deutschen Kinos startet.

Charlotte Field (Charlize Theron und Fred Flarsky (Seth Rogen)
Charlotte Field (Charlize Theron und Fred Flarsky (Seth Rogen)  © PR/SND

In dieser ist der Journalist Fred Flarsky (Seth Rogen) ein Mann mit Prinzipien. Um einen guten Artikel für seine Zeitung "Brooklyn Advocate" zu schreiben, schleust er sich trotz seiner jüdischen Wurzeln in eine Neonazi-Gruppe ein.

Er wird entlarvt, entkommt mit einem spektakulären Sprung aus dem Fenster aber mit seinem Diktiergerät und hat seine Story.

Doch kurz darauf folgt der Schock: Der schmierige Parker Wembley (Andy Serkis) hat die Zeitung aufgekauft - genau der Typ Mensch, den Fred in seinen Artikeln für gewöhnlich zerreißt!

Wutentbrannt kündigt er und muss von seinem besten Kumpel Lance (O'Shea Jackson Jr.) aufgebaut werden.

Die zwei gehen zu einer Benefizgala, wo ihre Lieblingsband Boyz II Men auftritt. Zufällig trifft Fred dort seinen Jugendschwarm Charlotte Field (Charlize Theron) wieder.

Zwischen der US-Außenministerin und Fred funkt es gewaltig. Sie kandidiert außerdem für die US-Präsidentschaft, weil das aktuelle Staatsoberhaupt Chambers (Bob Odenkirk) sich lieber wieder der Schauspielerei widmen will. Um ihre Reden aufzupeppen, stellt sie Fred als ihren Schreiber ein, doch es passiert noch viel mehr...

Eigener Stil, zündende Gags

Charlize Theron
Charlize Theron  © PR/SND

Diese Geschichte ist hervorragend umgesetzt, weil sie nicht den gängigen und ausgelutschten Klischees typischer US-Komödien folgt, sondern eigenen Ideen.

"Long Shot" wurde erkennbar mit Liebe produziert und hat das Herz am rechten Fleck.

Deshalb gelingt Regisseur Jonathan Levine ("50/50: Freunde fürs (Über)Leben") ein Film, der die Zuschauer belustigt und zugleich berührt, was auch an der starken Chemie zwischen Theron ("Mad Max: Fury Road") und Rogen ("Bad Neighbors") liegt, die sich die Bälle gekonnt gegenseitig zuspielen und das Publikum an ihrem Spaß teilhaben lassen.

Ihre flippige Energie überträgt sie nämlich auf das Publikum, lässt es schneller lachen und in bewegenden Szenen vielleicht auch mal die ein oder andere Träne vergießen.

Das wiederum liegt auch am exzellenten Timing von der beiden und dem Schnitt, durch den die teils flapsigen, teils hintergründigen Dialoge erstklassig zur Geltung kommen.

Auch das Drehbuch überzeugt, weil es seinen Protagonisten echte Hintergrundgeschichten spendiert, mit denen das Publikum etwas anfangen kann, weshalb sich eine emotionale Bindung zu den Figuren aufbaut.

"Long Shot" ist sympathisch, unterhaltsam und kurzweilig

O'Shea Jackson
O'Shea Jackson  © PR/SND

Deshalb sorgt der freche Humor für Erheiterung, kommt der Film unterhaltsam und kurzweilig daher und sorgt so für ein angenehmes Wohlgefühl, zu dem auch die schönen Locations, die ruhige Kameraführung, die lässig-stimmige Musikuntermalung und die abwechslungsreichen Kostüme ihren Teil beitragen.

Deshalb gibt es während der 125 Minuten Laufzeit fast keine Länge, nur ganz wenige Szenen sind nicht auf einem richtig guten Niveau.

Darüber lässt sich übrigens problemlos hinwegsehen, weil der Film sympathisch, frisch und unverbraucht daherkommt, was im positiven Sinne viel schwerer wiegt, als ein paar "nur" durchschnittliche Sequenzen, die sich an einer Hand abzählen lassen.

Aus all diesen Gründen ist "Long Shot - Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich" eine herzerfrischende, liebevoll inszenierte US-Komödie mit Tiefgang, großer Situationskomik, einer klischeebefreiten Lovestory und starken Hauptdarstellern. Da auch Drehbuch und Dialoge überzeugen und der Film viele kluge Anspielungen in ein flüssiges Seherlebnis einarbeitet, ist er unbedingt sehenswert!

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