Verrottete Körperteile, gammelige Medikamente: Diebe decken Medizinmüll-Skandal auf

Longbenton - In England wollten zwei Einbrecher auf einem leerstehenden Firmengelände abgelaufene Medikamente klauen. Was sie dann entdeckten, ist unfassbar schockierend.

Auf der Deponie wurde tonnenweise medizinischer Müll gefunden. (Symbolbild)
Auf der Deponie wurde tonnenweise medizinischer Müll gefunden. (Symbolbild)  © 123rf.com/Steve AllenUK

Als Barry Watson (36) und Jamie Pollard (30) am 7. September des vergangenen Jahres in eine verlassene Mülldeponie für medizinischen Abfall in Longbenton einbrachen, dürften sie den größten Schreck ihres bisherigen Lebens erlitten haben.

Dabei schien zunächst alles reibungslos zu laufen. Wie "Metro" berichtet, waren die beiden Männer bereits in den zwei Nächten zuvor auf Diebestour auf demselben Gelände unterwegs.

Weil sie die Sicherungen jedesmal kinderleicht umgehen konnten und obwohl ein Security-Mitarbeiter sie zwar erwischt, aber eben nicht an der Flucht gehindert hatte, versuchte das Duo es ein drittes Mal - und wurde prompt beim Verlassen von der Polizei erwischt.

Nach einer kurzen Verfolgungsjagd schnappten die Beamten zuerst den einen Dieb, den anderen fanden sie in einem Müllberg aus gelben und orangenen Plastiksäcken, in denen ein schauriges Geheimnis schlummerte!

Säckeweise ekelerregender Inhalt

Eine vom staatlichen Gesundheitsdienst beauftragte Firma sollte eigentlich abgelaufene Medikamente entsorgen. Doch dann ging das Unternehmen pleite und die giftigen Reste wurden nicht mehr beseitigt. Und so vergammelten seit mindestens einem Jahr abgelaufene Medikamente, Spritzen und Kanülen auf dem Areal.

Doch es wurde noch viel ekelerregender!

In manchen Tüten fanden die Ermittler nämlich Leichenteile, die menschlichen Abfälle waren schon zum großen Teil verrottet. Doch auch das ist noch längst nicht alles!

Menschliche und medizinische Abfälle

Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, war das Grundstück durch die toxischen Ablagerungen hochgefährlich verseucht. Die beiden Berufs-Kleptomanen hatten mit den Beutezügen also ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt. Bevor sie in ein Krankenhaus gebracht werden konnten, mussten sie erst dekontaminiert werden.

Die beiden Einbrecher wurden nun zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Glück im Unglück: Weil sie davon schon vier Monate in U-Haft abgesessen haben und "versehentlich" einen Medizinmüll-Skandal aufdeckten, hat der Richter Milde walten lassen und die restliche Zeit zur Bewährung ausgesetzt.

Die Feuerwehr hat sich inzwischen um die Beseitigung der menschlichen und medizinischen Abfälle gekümmert. Weshalb niemand von der Stadtverwaltung die ordnungsgemäße Entsorgung überprüfte, vor allem nachdem die Firma pleite ging, ist allen Beteiligten ein Rätsel.

Titelfoto: 123rf.com/Steve AllenUK

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