Mahnwache für erschossenen Rapper endet in Massenpanik

Los Angeles - Bei einer Gedenkveranstaltung für den am Wochenende erschossenen US-Rapper Nipsey Hussle sind in Los Angeles Medienberichten zufolge mehrere Menschen verletzt worden.

Ermittler des Los Angeles Police Department sichern Beweise aus dem Kleidungsgeschäft des Rappers Nipsey Hussle.
Ermittler des Los Angeles Police Department sichern Beweise aus dem Kleidungsgeschäft des Rappers Nipsey Hussle.  © Damian Dovarganes/AP/dpa & Marcio Jose Sanchez/AP/

Wie der Sender CBS meldete, versammelten sich am Montagabend (Ortszeit) Hunderte Fans zu einer Mahnwache auf dem Parkplatz, wo der Musiker starb.

Plötzlich sei in der Menge Panik ausgebrochen, weil Gerüchte über eine Schießerei die Runde gemacht hätten, erzählte ein Augenzeuge der "Los Angeles Times". Mehrere Menschen seien niedergetrampelt worden.

Schüsse seien aber nicht gefallen, sagte Polizeisprecher Josh Rubenstein nach Angaben der Zeitung. Rund ein Dutzend Menschen seien vor Ort behandelt und einer ins Krankenhaus gebracht worden, schrieb Los Angeles' Polizeichef Michel Moore auf Twitter unter Berufung auf einen vorläufigen Bericht der Feuerwehr.

Er sprach von Chaos. Viele der Opfer seien wegen verstauchter Knöchel verarztet worden.

Hussle war am Sonntag vor einem Bekleidungsladen erschossen worden, dessen Mitbesitzer er war. Nach Polizeiangaben wurden mindestens zwei weitere Menschen durch Schüsse verletzt. Inzwischen gibt es einen Tatverdächtigen. Die Polizei veröffentlichte am späten Montagabend einen Fahndungsaufruf.

Der 33 Jahre alte Hussle war mit "Victory Lap" bei den diesjährigen Grammy Awards für das beste Rap-Album nominiert.

Trauer auch bei 187-Strassenbande-Rapper

Der plötzliche Tod des 33-jährigen US-Rappers Nipsey Hussle trifft auch Bonez MC (33) von der 187 Strassenbande ganz persönlich. Bei Instagram trauert er am Montag öffentlich um sein großes Idol.

Der Hamburger ist gerade in den USA unterwegs und hatte eigentlich ein Feature mit Nipsey Hussle geplant.

Titelfoto: Damian Dovarganes/AP/dpa & Marcio Jose Sanchez/AP/

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