21-Jähriger erschießt fünf Menschen, darunter seine Eltern, und flüchtet

Baton Rouge - Im US-Bundesstaat Louisiana sucht die Polizei nach einem "bewaffneten und gefährlichen" 21-Jährigen, der beschuldigt wird, seine Eltern und drei andere am Samstag erschossen zu haben.

Der 21-jährige Dakota Theriot soll fünf Menschen getötet haben.
Der 21-jährige Dakota Theriot soll fünf Menschen getötet haben.  © Ascension Parish Sheriffs Department

Bei dem Flüchtigen handelt es sich laut einem Bericht des US-Senders "ABC6" um Dakota Theriot. Er soll in der Umgebung von Baton Rouge, Hauptstadt von Louisiana, bei einer ersten Schießerei zunächst drei Menschen getötet haben.

Die Opfern sind jüngsten Erkenntnissen zufolge die Freundin des mutmaßlichen Täters, ihr Bruder sowie ihr Vater. Nach dem Mord an ihnen sei Theriot in den Truck des erschossenen Vaters gestiegen und zu seinen Eltern gefahren sein, um diese ebenfalls zu töten.

"Der Vater war zu dem Zeitpunkt, als wir ihn fanden, schwer verletzt und ist inzwischen verstorben", sagte der örtliche Sheriff Bobby Webre. Bevor er starb, habe der Mann den Behörden aber noch mitteilen können, "dass es sein Sohn war, der diese Tat begangen hat", so Webre.

Theriot flüchtete nach der Tat vermutlich nach Osten. Womöglich befindet er sich inzwischen schon in einem anderen Staat, mutmaßt die Polizei. "Wir werden jede Spur bearbeiten, jedem Hinweis folgen."

Fahndung nach flüchtigem Mörder in Louisiana

Bobby Webre und seiner Kollegen suchen nach dem flüchtigen Täter.
Bobby Webre und seiner Kollegen suchen nach dem flüchtigen Täter.  © Screenshot Facebook/WBRZ Channel 2

Es wird vermutet, dass der Verdächtige mit mindestens einer Handfeuerwaffe unterwegs ist. Warum er damit offenbar seine eigene Familie und die seiner Freundin auslöschte, bliebt unklar. "Wir haben kein Motiv. Es ist immer noch unbestimmt", hieß es seitens der Polizei.

Crystal DeYoung, Tante der getöteten Freundin, sagte nach dem Blutbad unter Tränen: "Sie alle hatten ein sehr gutes Herz. Sie haben den Menschen zu sehr vertraut. Sie alle liebten bedingungslos." Ihre Nichte und der mutmaßliche Täter hätten sich noch nicht lange gekannt.

Theriot war schon zuvor mit der Polizei in Konflikt geraten, allerdings habe es sich bei den bekannten Vorfällen nicht um Gewaltverbrechen gehandelt. "Sicherlich nichts von dem Ausmaß, das wir heute gesehen haben", sagte Polizist Webre.

Er betonte zwar, es gäbe keinen Grund zu glauben, dass Theriot jetzt auf jemand anderen zielt, mahnte aber zur Vorsicht, weil er bewaffnet und gefährlich sei: "Jeder, mit dem er in Kontakt kommt, könnte ein Ziel sein."

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