Flüchtling wollte mit dem Fahrrad über Polen nach Deutschland einreisen

Lubaczów - Ein aus der Türkei stammender Mann wurde am Donnerstag von der polnischen Polizei in Lubaczów, nahe der Grenze zur Ukraine, festgenommen. Die fast 730 Kilometer lange Strecke bis nach Deutschland wollte er mit dem Fahrrad schaffen.

Die polnische Ostgrenze wird, so wie hier in Dorohusk, durch Grenzwachen kontrolliert.
Die polnische Ostgrenze wird, so wie hier in Dorohusk, durch Grenzwachen kontrolliert.  ©  Eva Krafczyk/dpa

Wie das polnische Nachrichtenportal "Polsat News" berichtet, plante der aus der Türkei Geflüchtete, mit seinem Fahrrad auch über die Radroute "Green Velo" zu fahren. Dieser Ostpolnische Radweg ist mit fast 2000 Kilometern der längste in Polen.

Zum Schluss wollte er über die Grüne Grenze von Polen nach Deutschland einreisen. Er habe gehofft, einer Kontrolle zu entgehen, wenn er in der Touristenmenge mitfährt.

Doch soweit kam es nicht! Denn die polnisch-ukrainische Grenze wird von einer Grenzwache kontrolliert.

Die Grenzsoldaten von Lubaczów stoppten den Geflüchteten schließlich auf polnischer Seite, in der Nähe des Grenzübergangs Budomierz, weil er auf sie nicht wie ein Fahrrad-Tourist wirkte.

Bei der Überprüfung seiner Dokumente stellte sich heraus, dass der Radfahrer ein 36-jähriger türkischer Staatsbürger ist. Er habe den Grenzposten gestanden, dass er wenige Minuten zuvor mit dem Fahrrad illegal aus der Ukraine nach Polen gefahren war.

Dem Mann droht nun eine Geldstrafe. Außerdem wird er im Rahmen des Rücknahmeabkommens der Ukraine übergeben.

Immer wieder überqueren flüchtende Menschen illegal die polnisch-ukrainische Grenze, ihr endgültiges Ziel ist in vielen Fällen Deutschland oder ein anderes westeuropäisches Land.

Laut der polnischen Einwanderungsbehörde wurden seit Jahresbeginn über 50 Menschen von den Grenzsoldaten verhaftet, die illegal aus der Ukraine nach Polen gekommen sind.

Titelfoto: Eva Krafczyk/dpa

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