Nach schwerem Rückschlag: Luchs-Bestand in Hessen erholt sich

Eine gute Nachricht für alle Luchsfreunde: Die Räude bei den hessischen Luchsen ist besiegt.
Eine gute Nachricht für alle Luchsfreunde: Die Räude bei den hessischen Luchsen ist besiegt.  © DPA

Wiesbaden - Nach einem schweren Rückschlag 2016 hat sich der Bestand an Luchsen in Hessen wieder etwas stabilisiert.

Allerdings ist die Population nach wie vor klein - mit derzeit vier Tieren. Experten schätzen die Zahl der Luchse im Land auf insgesamt rund zehn, wie Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

2016 hatte die Räude dem Bestand zugesetzt. Unter anderem war eine Luchsin verendet, die Junge hatte. Die Experten gehen davon aus, dass die Kleinen nicht überlebt haben.

Im vergangenen Berichtsjahr wurde erstmals seit 2010 kein Luchs-Nachwuchs in Hessen nachgewiesen. Aber es gibt auch Hoffnungsschimmer. So seien im April dieses Jahres zwei Pinselohren beobachtet worden, die gemeinsam unterwegs waren, sagte der Koordinator des Arbeitskreises Hessenluchs, Thomas Norgall. Sehr wahrscheinlich sei dies ein Paar gewesen, "das auch was vorhat". Die Experten werten es auch als gutes Zeichen, dass kein an Räude verendeter Luchs mehr gefunden wurde.

Bei den vier nachgewiesenen Tieren handele es sich um drei Männchen und ein Weibchen. Mindestens eines der Raubtiere wanderte aus dem niedersächsischen Harz ein.


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