Autofahrer missbraucht Rettungsgasse, dann rammt er ein Polizei-Auto

Die Polizei mahnt, dass eine ordentlich ausgeführte Rettungsgasse über Leben und Tod entscheiden kann. (Symbolbild)
Die Polizei mahnt, dass eine ordentlich ausgeführte Rettungsgasse über Leben und Tod entscheiden kann. (Symbolbild)  © DPA

Ludwigsburg - Bei einem Stau, denkt sich jeder, der es eilig hat oftmals, warum nicht einfach die Rettungsgasse nutzen? Ein 38 Jahre alter Autofahrer hat diese verbotene Aktion am vergangenen Sonntag auf der Bundesstraße 14 bei Waiblingen genutzt, um schneller voran zu kommen.

Nach einem Unfall zwischen Waiblingen und Korb hatte sich ein langer Stau gebildet. Während alle Fahrer "vorbildlich eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge gebildet" hatten, wie die Polizei am Montag mitteilte, scherte einer aus.

Als ein Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn durch die Rettungsgasse zum Unfall fuhr, schaltete der 38-Jährige demnach das Warnblinklicht seines Wagens an und fuhr hinterher. Als die Beamten schließlich anhielten, prallte der Autofahrer auf der glatten Fahrbahn darüber hinaus noch gegen das Heck des Polizeiwagens.

Die Fahrt durch die Rettungsgasse habe er unternommen, da er schnell zu der Unfallstelle habe kommen wollen, behauptete er demnach am Sonntag. Eine Verwandte mit ihrem Kind sei an dem Unfall beteiligt gewesen. Die Unfallopfer waren jedoch schon vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht worden.

Dem 38-Jährigen droht nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Titelfoto: DPA


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