Polizeieinsatz! Mann mit "Bombengürtel" bedroht Ärzte und Polizisten

In Ludwigshafen gab es am Freitag einen Polizeieinsatz.
In Ludwigshafen gab es am Freitag einen Polizeieinsatz.  © DPA

Ludwigshafen - Eine Drohung gegen Polizisten und Ärzte mit unklarem Hintergrund hat in Ludwigshafen einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Schwer bewaffnete Beamte wurden in die Stadt geschickt, um ein Krankenhaus und mehrere Arztpraxen zu überprüfen und zu schützen, wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz am Freitag mitteilte.

Hintergrund für den Einsatz war der Hinweis einer Zeugin. Diese habe nach eigener Aussage am Freitagmorgen an einer Bushaltestelle einen unbekannten Mann getroffen, der gedroht habe, Ärzte und Polizisten töten zu wollen.

Unter der Kleidung des Mannes habe die Frau ein kleines Kästchen und mehrere Drähte gesehen - ähnlich eines Langzeit-EKGs. Die Polizei erklärte, dabei könne es sich auch um einen Sprengstoffgürtel handeln. Anschließend sei der Mann in einen Bus in Richtung des St. Marienkrankenhauses gestiegen.

Daraufhin schützte und überprüfte die Polizei zunächst das St. Marienkrankenhaus in Ludwigshafen sowie mehrere Arztpraxen entlang der gesamten Buslinie. Die Fahndung nach dem Mann dauere an, erklärte die Polizei am Mittag.

Patienten berichteten vor dem St. Marienkrankenhaus, um kurz vor 9.00 Uhr habe es eine Durchsage gegeben, dass das Gebäude nicht betreten oder verlassen werden könne. Gegen 10.30 bis 10.45 Uhr sei diese Warnung dann wieder aufgehoben worden. Vor dem Krankenhaus waren gegen Mittag noch mehrere Polizisten und Polizeiautos zu sehen.

Update, 13.00 Uhr: Am Mittag gab die Polizei dann eine erste Entwarnung. Die bis dahin erfolgten Überprüfungen seien allesamt negativ verlaufen und hätten keine konkrete Gefährdungssituation ergeben.

Update, 16.11 Uhr: Aus Ärger über seinen Arzt hat der Mann in Ludwigshafen Drohungen ausgestoßen und damit einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Die von einer Zeugin alarmierten Beamten hielten es am Freitag auch für möglich, dass der 27-Jährige einen Sprengstoffgürtel dabeihatte. Er wurde viereinhalb Stunden nach dem Alarm gefasst und gestand die Vorwürfe. Auf die Frage nach dem vermeintlichen Sprengstoffgürtel erklärte der unter Drogeneinfluss stehende Mann, es habe sich dabei um sein Mobiltelefon mit Kopfhörerkabel gehandelt. Er wurde nach dem polizeilichen Maßnahmen entlassen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet. Rund 200 Beamte seien im Einsatz gewesen.

Ein Mann hatte eine Drohung gegen Ärzte und Polizisten ausgesprochen. Die Polizei schützt ein Krankenhaus.
Ein Mann hatte eine Drohung gegen Ärzte und Polizisten ausgesprochen. Die Polizei schützt ein Krankenhaus.  © DPA

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