Frau von ICE erfasst: Bahnstrecke Hamburg-Berlin wieder frei

Ludwigslust - Am Mittwochmorgen ist es bei Ludwigslust zu einem tödlichen Unfall mit einem ICE der Deutschen Bahn gekommen. Der Zugverkehr ist unterbrochen.

Bei Ludwigslust kam es zu einem tödlichen Unfall mit einem ICE.
Bei Ludwigslust kam es zu einem tödlichen Unfall mit einem ICE.  © DPA

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der tödliche Unfall gegen 7.30 Uhr. Eine noch unbekannte Person wurde kurz vor dem Bahnhof Ludwigslust von einem ICE erfasst und getötet.

Nach derzeitigem Stand ist noch unklar, warum sich die Person in den Gleisen aufhielt.

Der Lokführer des Zuges war nach ersten Erkenntnissen zufolge von einem Zusammenstoß mit einem Tier ausgegangen und fuhr deshalb weiter.

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Er hatte jedoch die Zentrale über den Vorfall informiert, die den betreffenden Bereich absuchen ließ. Dabei wurden Leichenteile entdeckt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Umstände des Unglücks sind noch weitgehend unklar. Zudem muss noch die Identität der verstorbenen Person geklärt werden.

Derzeit ist rund um Ludwigslust der gesamte Bahnverkehr unterbrochen. Auf der viel befahrenen Strecke zwischen Hamburg und Berlin kommt es derzeit zu Zugausfällen und Verspätungen.

Für Fernzüge gab die Bahn auf ihrer Internetseite Verspätungen von einer Stunde an. Einige Nahverkehrszüge fielen am Vormittag aus.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über mögliche Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Update, 14.10 Uhr

Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei der verstorbenen Person um eine Frau. Die Ermittlungen zu den Umständen dauern laut einem Sprecher noch an, ein Suizid könne nicht ausgeschlossen werden.

Während der Untersuchungen musste die Bahnstrecke am Vormittag zeitweise voll gesperrt werden. Davon waren insgesamt zehn Züge betroffen, von denen sieben umgeleitet werden mussten. Die Gesamtverspätung betrug ungefähr 450 Minuten.

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