23-Jähriger soll Freundin ermordet und im Gebüsch versteckt haben

Lübeck - Ein heute 23 Jahre alter Mann steht wegen heimtückischen Mordes von Mittwoch an vor dem Lübecker Landgericht. Er soll im Februar 2019 seine 28 Jahre alte Freundin erstochen und ihre Leiche in ein Gebüsch gelegt haben.

Der Prozess findet vor dem Lübecker Landgericht statt.
Der Prozess findet vor dem Lübecker Landgericht statt.  © Markus Scholz/dpa

Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft Eifersucht. Der Angeklagte, der drei Tage nach der Tat festgenommen worden war, sitzt in Untersuchungshaft.

Er schweige zu den Vorwürfen, sagte die Sprecherin der Lübecker Staatsanwaltschaft, Ulla Hingst.

Der aus dem Irak stammende Angeklagte soll in den frühen Morgenstunden des 16. Februar mit seiner Freundin unter einem Vorwand nach Gremersdorf gefahren sein, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Dort soll er mit einem mitgebrachten Messer auf die junge Frau eingestochen haben. Ihre Leiche versteckte er notdürftig in einem Gebüsch neben dem Feldweg. Dort fand ein Spaziergänger sie am Nachmittag desselben Tages.

Die junge Frau stammte nach Angaben der Polizei aus dem Iran und lebte seit 2016 als Asylbewerberin in Oldenburg im Kreis Ostholstein. "Die Ermittlungen haben ergeben, dass der Angeklagte von Treffen seiner Freundin mit einem anderen Mann erfahren hatte", sagte Hingst.

Der Angeklagte habe die junge Frau offenbar als seinen Besitz angesehen. Mit ihrer Tötung habe er verhindern wollen, dass sie sich einem anderen Mann zuwendet.

Für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts sind zunächst neun Verhandlungstage geplant. Das Gericht hat 25 Zeugen sowie zwei Sachverständige geladen.

Das Urteil wird in einigen Wochen erwartet.
Das Urteil wird in einigen Wochen erwartet.  © Uli Deck/dpa

Update, 10.07 Uhr

Der Mordprozess gegen einen 23 Jahre alten Iraker hat am Mittwochmorgen begonnen. Der Mann soll im Februar dieses Jahres seine Freundin, eine 28-jährige Iranerin, erstochen haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord aus niederen Beweggründen vor. Mit der Tat habe der Angeklagte verhindern wollen, dass sich seine Freundin einem anderen Mann zuwendet, hieß es in der Anklage.

Der Angeklagte äußerte sich am Mittwoch nicht zu dem Anklagevorwurf.

Ihr Mandant wolle sich weder zur Tat noch zu seiner Person äußern, sagte seine Verteidigerin.

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