Entführung nur erfunden? Jetzt ermittelt Polizei wegen Straftat

Timmendorfer Strand - Anfang Oktober als vermisst gemeldet, eine Woche später gefesselt auf einem Friedhof gefunden... Die Geschichte um einen 38-jährigen Mann aus Lübeck hat für großes Aufsehen gesorgt.

Die Betreiber der Ferienanlage kamen mit einer Geldstrafe davon (Symbolbild).
Die Betreiber der Ferienanlage kamen mit einer Geldstrafe davon (Symbolbild).  © DPA

Und jetzt das! Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass alles nur vorgetäuscht gewesen sei.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, gebe es begründete Zweifel an der Darstellung des Mannes, nach der er von Unbekannten aus seiner Wohnung verschleppt und an einem unbekannten Ort festgehalten worden sei.

"Staatsanwaltschaft und Polizei liegen Beweise vor, wonach sich der Mann in der fraglichen Zeit freiwillig in einer größeren norddeutschen Stadt aufgehalten hat", sagte Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach.

Selbst seine Verletzungen stammen wohl nicht von anderen Personen. Er habe sie sich vermutlich selbst zugefügt.

Warum der 38-Jährige seine Entführung vorgetäuscht habe, steht nach Angaben Gerlachs noch nicht fest. Weitere Einzelheiten gab die Polizei nicht bekannt, da die Ermittlungen weiter liefen.

Seine Freundin hatte den Mann am 9. Oktober bei der Polizei als vermisst gemeldet. Am 15. Oktober fanden zwei Frauen den Vermissten, der nach Angaben eines Sprechers polizeibekannt ist, auf einem Parkplatz am Waldfriedhof von Timmendorfer Strand.

Die Polizei suchte im Zusammenhang der Entführung sogar noch nach zwei Männern, die sich an jenem Tag gegen 20.30 Uhr auf dem Parkplatz des Waldfriedhofes aufgehalten haben und in eine unbekannte Richtung davon gefahren sein sollen.

Die Polizei ermittelt nun gegen den 38-jährigen Mann, der seine Entführung nur vorgetäuscht haben soll.
Die Polizei ermittelt nun gegen den 38-jährigen Mann, der seine Entführung nur vorgetäuscht haben soll.  © DPA

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