Waldbrand bei Lübtheen gelöscht: Katastrophen-Alarm aufgehoben

Lübtheen – Der Kampf gegen den verheerenden Waldbrand auf dem früheren Truppenübungsplatz in Südwestmecklenburg ist fast gewonnen.

Zahlreiche Wasserwerfer kämpften gegen die Flammen.
Zahlreiche Wasserwerfer kämpften gegen die Flammen.  © DPA

Vorausgesetzt, die Lage bleibe so stabil wie am Sonntag, sei damit zu rechnen, dass der Landrat den Katastrophenalarm am Montag aufheben wird, sagte ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim.

Am Vortag war die Zahl der Einsatzkräfte deutlich zurückgefahren worden: Statt täglich rund 2000 Helfern seien am Sonntag bei Lübtheen nur noch rund 800 im Einsatz gewesen.

Der Brand ist auf rund 500 Hektar eingedämmt worden. Am Sonntag gab es noch Glutnester und kleinere Flammenentwicklungen, aber das sei beherrschbar, ergänzte der Sprecher.

Das Feuer war am Sonntag vor vergangener Woche auf einem ehemaligen, hochgradig mit Munition belasteten Truppenübungsplatz bei Lübtheen ausgebrochen, nachdem es zuvor an gleicher Stelle bereits gebrannt hatte. Das Feuer hatte sich bei großer Hitze, angetrieben von kräftigen Winden, rasch ausgebreitet.

Als Ursache vermuten die Behörden vorsätzliche Brandstiftung und ermitteln dazu. Die letzten 260 Bewohner, die ihre Häuser in Alt Jabel wegen des nahen Feuers hatten verlassen müssen, waren am Samstag wieder zurückgekehrt.

Auch Pionierpanzer der Bundeswehr waren im Einsatz.
Auch Pionierpanzer der Bundeswehr waren im Einsatz.  © DPA

Update, 17.35 Uhr: Tatverdächtiger wieder auf freiem Fuß

Ein Warnschild weist auf das munitionsverseuchte Gebiet hin.
Ein Warnschild weist auf das munitionsverseuchte Gebiet hin.  © DPA

Der Waldbrand auf dem früheren Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Südwestmecklenburg ist weitgehend gelöscht.

Der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim und Chef des Einsatzstabs, Stefan Sternberg (SPD), hob den seit 30. Juni bestehenden Katastrophenalarm am Montag auf.

Das Feuer hat nach seinen Angaben etwa 1200 Hektar Wald in Mitleidenschaft gezogen und gilt damit als der größte Waldbrand in der Nachkriegsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Zeitweilig seien bis zu 3200 Einsatzkräfte aus ganz Norddeutschland abwechselnd an der Brandbekämpfung beteiligt gewesen, die durch hochgradige Munitionsbelastung des Gebietes erheblich erschwert war.

Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung.

Ein 38 Jahre alter Mann aus der Lübtheener Gegend, der am Wochenende im Sperrgebiet angetroffen und vorübergehend festgenommen worden war, ist wieder auf freiem Fuß. Nach bisherigen Erkenntnissen habe er nichts mit dem Waldbrand zu tun, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Doch weil in dessen Haus unter anderem Gewehre und Munition gefunden worden seien, werde gegen ihn wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Sprengstoff- und gegen das Kriegswaffengesetz ermittelt.

Titelfoto: DPA

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