Lufthansa-Streik: Diese Flüge sind in Dresden gestrichen

Dresden - In der Nacht auf Donnerstag hat bei der Lufthansa ein 48-Stunden-Streik der Flugbegleiter begonnen. Allein am Donnerstag wurden 700 der 1100 weltweit geplanten Flüge gestrichen, das betrifft vor allem die beiden großen Airports in Frankfurt und München.

Die Anzeigetafel macht klar: Am Donnerstag fallen zahlreiche Verbindungen von und nach Frankfurt aus. Am Freitag auch eine Verbindung von und nach München.
Die Anzeigetafel macht klar: Am Donnerstag fallen zahlreiche Verbindungen von und nach Frankfurt aus. Am Freitag auch eine Verbindung von und nach München.  © DPA/Robert Michael

Doch auch Dresden ist von dem Ausstand des Kabinenpersonals betroffen. So fallen allein am Donnerstag vier Lufthansa-Flüge nach Frankfurt aus. Laut Website des Flughafens wird einzig der Flieger mit der Nummer LH211 um 10.50 Uhr abheben.

Vier Verbindungen von Frankfurt nach Dresden sind am Donnerstag ebenfalls ersatzlos gestrichen. Einzig die Maschine um 10.15 Uhr mit der Flugnummer LH 206 landet.

Die Verbindungen von und nach München sind am Donnerstag nicht betroffen.

Am Freitag betrifft es dann auch die Verbindung nach München. So ist der Flug mit der Nummer LH2126, der um 16.15 Uhr in Dresden landen sollte, gecancelled. Somit findet auch der "Rückflug" um 16.55 mit der Flugnummer LH2127 nach München nicht statt.

Daneben wurden für Freitag fünf Verbindungen nach Frankfurt ersatzlos gestrichen. Aus Frankfurt kommend soll einzig der späte Abendflieger, der um 22.20 Uhr mit der Nummer LH216 in Dresden landet, ankommen.

Bis jetzt sind die Eurowings-Verbindungen nach Stuttgart, Düsseldorf und Köln-Bonn nicht betroffen, die Ufo hat aber angekündigt, dass der Streik auf vier weitere Flugbetriebe mit deutschen Tarifrecht ausgeweitet werden könnte. Das könnte dann vor allem Eurowings betreffen.

Lufthansa-Streik: Was fordert Ufo für die Flugbegleiter?

Ufo fordert für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. Für die vier anderen Flugbetriebe wurden jeweils separate Forderungen aufgestellt und Urabstimmungen abgehalten.

In dem gesamten Konflikt geht es aber hauptsächlich um die vom Konzern aufgeworfene Frage, ob Ufo überhaupt noch Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann.

In einem ersten Warnstreik bei den vier Tochter-Flugbetrieben hatte Ufo am 20. Oktober dieses Jahres mehr als 100 Flüge ausfallen lassen. Damals hatte der Lufthansa-Konzern keinen Ersatzflugplan erstellt.

Der letzte reguläre Ufo-Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft datiert aus dem Jahr 2015 und war mit einer Woche Dauer der längste in der Unternehmensgeschichte.

Ein Flieger der Lufthansa am Donnerstagfrüh am Boden am Dresdner Flughafen.
Ein Flieger der Lufthansa am Donnerstagfrüh am Boden am Dresdner Flughafen.  © DPA/Robert Michael

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