Kinder-Luftmatratze treibt im Meer: Polizei bricht Suche ab

Büsum - Eine herrenlose Einhorn-Luftmatratze hat in Büsum (Kreis Dithmarschen) eine mehrstündige Suchaktion ausgelöst.

Im Sommer gibt es für die Küstenwache viel zu tun (Symbolbild).
Im Sommer gibt es für die Küstenwache viel zu tun (Symbolbild).  © DPA

Wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte, wurde befürchtet, dass ein Kind beim Baden in die Fahrrinne des Hafens abgetrieben worden sein könnte.

An dem Einsatz am Samstag waren eine Vielzahl von Rettungskräften, ein Rettungskreuzer und ein Hubschrauber beteiligt.

Nach langer ergebnisloser Suche wurde der Einsatz abgebrochen. Vermutlich sei die Luftmatratze am Strand vom Wind erfasst und ins Wasser geweht worden, erklärte der Polizeisprecher. Eine entsprechende Vermisstenanzeige hat es offenbar nicht gegeben.

Insgesamt hatte die Küstenwache am Wochenende alle Hände voll zu tun: Denn während viele Menschen die Sonne am Strand genießen konnten, bedeutete das Sommerwetter für Seenotretter vor allem eine Vielzahl an Einsätzen.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zählte von Freitag bis Sonntagmorgen insgesamt 23 Einsätze an den schleswig-holsteinischen Küsten, wie ein Sprecher am Sonntag sagte.

Bei den meisten Vorfällen handelte es sich um Routineeinsätze. Wenige Kilometer nördlich der Insel Fehmarn mussten zwei Männer von ihrem Motorboot gerettet werden. Der 51-Jährige und sein 53 Jahre alter Begleiter blieben bei dem Vorfall am Samstag unverletzt.

Den Angaben zufolge wollten sie im Fehmarnbelt tauchen, als ihr Boot plötzlich starke Schlagseite bekam, voll Wasser lief und schließlich kenterte.

Da das Boot aufgrund einer Luftblase nicht unterging, konnten die beiden Männer in ihren Neoprenanzügen auf dem mit dem Kiel nach oben schwimmenden Boot ausharren, bis sie von einer Segeljacht an Bord genommen wurden.

Titelfoto: DPA