Jetzt wird Messerstecher Lukas M. drei Jahre weggesperrt

Lukas M. (25) hat aus Eifersucht seinem Nebenbuhler ein Messer in den Bauch gerammt.
Lukas M. (25) hat aus Eifersucht seinem Nebenbuhler ein Messer in den Bauch gerammt.  © Haertelpress/Harry Härtel

Chemnitz - Wende im blutigen Eifersuchts-Drama von Mittweida: Weil Lukas M. (25) seinem Nebenbuhler ein Messer in den Bauch gerammt hatte, brummte ihm das Landgericht vier Jahre Knast auf.

Doch der Berufungsprozess fiel gestern milder aus.

Hintergrund: Im Januar 2015 erwischte der Angeklagte seine Freundin Anna S. (17) im Bett mit René T. (42) in dessen Wohnung. In seiner Wut stach Lukas M. dem Kontrahenten ein Messer in den Bauch (MOPO24 berichtete). 

Das Opfer konnte zum Nachbarn fliehen, ein Notarzt rettete ihm das Leben. Das Urteil des Landgerichts Chemnitz vom Dezember 2015: vier Jahre Haft wegen versuchten Totschlags. Doch der Bundesgerichtshof hatte Zweifel, ließ den Prozess neu aufrollen.

Demnach gab es keine Beweise, dass Lukas M. seinen Widersacher töten wollte. Er habe laut Verteidigung während einer Rangelei ein Mal zugestochen, danach von seinem Opfer abgelassen. Dies könne juristisch nicht als versuchter Totschlag gewertet werden. 

Das neue Urteil: drei Jahre Haft wegen gefährlicher Körperverletzung.

Titelfoto: Haertelpress/Harry Härtel


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