Luther gegen Findeiß: OB-Duell in Zwickau

Sie liefern sich ein spannendes Rennen beim 2. Wahlgang zum Zwickauer Oberbürgermeister: Michael Luther (58, CDU) und Amtsinhaberin Pia Findeiß (59, SPD).
Sie liefern sich ein spannendes Rennen beim 2. Wahlgang zum Zwickauer Oberbürgermeister: Michael Luther (58, CDU) und Amtsinhaberin Pia Findeiß (59, SPD).

Von Theo Stiegler

Zwickau - Klappe, die zweite: Am 28. Juni müssen die Zwickauer wieder an die Wahlurne. Für die Wahl zum Oberbürgermeister bewerben sich noch drei Kandidaten.

Im ersten Wahlgang am 7. Juni hatte Pia Findeiß (SPD) die absolute Mehrheit mit 0,15 Prozent knapp verfehlt. Für den zweiten Wahlgang zogen die Kandidaten der FDP und der Alternative für Deutschland nun ihre Bewerbung zurück.

Dieses Trio ist jetzt übrig: Amtsinhaberin Pia Findeiß, 59, (48,9 Prozent im ersten Wahlgang) verursacht die Belebung der Innenstadt Magendrücken. Der Rückzug von drei Kaufhäusern aus der City (MOPO berichtete) ist für sie ein herber Verlust.

Er schlägt sich auf die Seite von CDU-Mann Michael Luther (58): Sven Itzek (AfD).
Er schlägt sich auf die Seite von CDU-Mann Michael Luther (58): Sven Itzek (AfD).

Ex-Bundestagsabgeordneter Michael Luther (58, CDU, 27,6 Prozent) will eine schlagkräftige Wirtschaftsförderung und das Gewerbegebiet Nord an der Bundesstraße 93 eingangs von Zwickau bauen.

Stadtrat und Ex-Rechtsanwalt Thomas Gerisch (47, Freie Wähler) macht sich trotz 5,2 Prozent der Stimmen Hoffnungen auf einen Sieg.

Ihre Kandidatur zurückgezogen haben Sven Itzek von der AfD (13,3 Prozent) und Jörg Ungethüm, FDP (4,0 Prozent). Itzek ließ noch am 8. Juni verlauten: „In drei Wochen kann viel passieren.“

Der Immobilienmakler, der die meisten Stimmen im Stadtteil Marienthal holte, hatte angekündigt, nochmals 2400 Wahlplakate zu hängen. Itzek verdankte die Stimmen der Westvorstädter offenbar seinem Kampf gegen den Gefängnisneubau auf dem Gelände des Reichsbahnwerkes.

Findeiß dagegen hatte eindeutig Stellung für den Bau des Gefängnisses mit 800 Plätzen und den damit verbundenen Jobs bezogen.

Während FDP-Mann Ungethüm ausdrücklich darauf verzichtete, eine Wahlempfehlung auszusprechen, bittet AfD-Itzek seine Wähler, CDU zu wählen: „Ich selber wähle am 28. Juni Michael Luther.“

Luther und Itzek hatten im ersten Wahlgang 40,9 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Bilder: Ralph Koehler/propicture


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