Passagierin muss unter Tränen ihre blanken Brüste bei Flughafen-Kontrolle zeigen

Luton (England) - Eine Transgender-Frau behauptet, sie sei "zitternd und weinend" zurückgeblieben, nachdem man sie am Flughafen London Luton angeblich gezwungen hatte, ihre nackten Brüste vorzuzeigen, berichtet die "SUN".

Lillith Carrol (34) auf einem Selfie.
Lillith Carrol (34) auf einem Selfie.  © Facebook/Screenshot/Lilith Carroll

Lilith Carroll (34) sagte dem britischen Blatt, dass ihr von Security-Männern befohlen worden sei, ihren BH auszuziehen, als sie von London nach Dublin reiste und der Metalldetektor streikte.

Auf Twitter schrieb sie: "Ich hatte eine furchtbar traumatische Erfahrung, als ich vor meinem Flug um 20.05 Uhr von Luton nach Dublin durch die Sicherheitszone ging... Ein Typ durchsuchte und berührte meine Brüste in aller Öffentlichkeit."

Carrol sagte, nachdem er den BH unter ihrem Oberteil gefühlt hatte, fragte er, was unter dem BH sei - woraufhin sie antwortete: "Meine Brüste." Sie wurde dann in einen separaten Raum geführt und von der Security befragt, die ihr sagte, dass sie sehen müssten, was unter ihrem BH war.

Carrol berichtete gegenüber der "SUN": "Ich konnte ihm nicht ins Gesicht sehen. Ich öffnete mein Hemd, um ihm den BH zu zeigen. Ich denke, sie dachten, ich würde etwas verstecken... Er befahl mir, ihn zu entfernen, was ich tat, während ich versuchte meine Brüste zu bedecken."

Lillith Carrol behauptet, dass sie gedemütigt wurde

Die Sicherheitsmänner behandelten Carrol wie einen Mann.
Die Sicherheitsmänner behandelten Carrol wie einen Mann.  © Facebook/Screenshot/Lilith Carroll

Neben der bloßen Demütigung behauptete Carrol, die Sicherheitsmänner hätten sie immerzu als männlich bezeichnet, was die 34-Jährige konsequent korrigierte, da sie sich selbst als Frau ansieht.

Carrol fügte hinzu: "Ich war bereits besorgt, als mein Körper gescannt wurde. Ich hatte keine körperliche Autonomie. Ich hatte das Gefühl, dass ich keine Wahl hatte und wenn ich mich weigerte, würde ich bestraft werden... Ich weine und zittere immer noch nach dem Vorfall. Ich will nicht gesehen werden. Ich will nicht essen. Ich will nicht, dass mich jemand anschaut oder meinen Raum verlassen."

Ein Sprecher des Flughafen London Luton sagte laut "SUN": "Es hat uns sehr Leid getan zu hören, dass Frau Carroll in schweren Stress geraten ist, als sie die vorgeschriebenen Sicherheitskontrollen machen musste."

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Und weiter: "Wir haben uns bei ihr direkt entschuldigt und sofort eine interne Untersuchung eingeleitet. In Zukunft werden wir enger mit der örtlichen LGBT-Gemeinschaft zusammenarbeiten, um unsere Ausbildung für das Sicherheitspersonal zu verbessern." (LGBT steht für: Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender).

Lillith Carrol, die nun Angst davor hat, wieder einen Flughafen zu betreten, will jetzt eine Therapie wegen des Vorfalls machen.

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