Leipziger Nahverkehrsplan: Ökolöwe warnt vor LVB-Fahrpreissteigerungen

Leipzig - Der Leipziger Umweltbund Ökolöwe warnt vor weiteren Fahrpreissteigerungen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) in den nächsten fünf Jahren. Ein entsprechendes Modell könne der Stadtrat bei seiner Versammlung am heutigen Mittwoch beschließen, heißt es. Demnach sollen die Ticketpreise bis 2023 um zwei Prozent pro Jahr erhöht werden.

Die Preise für LVB-Tickets sollen 2019 und 2020 um jeweils zwei Prozent erhöht werden.
Die Preise für LVB-Tickets sollen 2019 und 2020 um jeweils zwei Prozent erhöht werden.  © DPA

"Es kann nicht sein, dass die Preise auch in den nächsten 5 Jahren weiter steigen sollen. Die Fahrpreise in Leipzig sind heute schon mit die teuersten in der Bundesrepublik”, empört sich Tino Supplies, verkehrspolitischer Sprecher des Ökolöwen.

In einem eigenen "Zukunftsplan für Bus und Bahn" fordere der Umweltbund, dass die Fahrpreise für Bürger der Messestadt schrittweise gesenkt und perspektivisch ein 365-Euro-Jahresticket eingeführt werden soll. Ein entsprechendes Ticket gäbe es bereits in Wien und soll auch in bayerischen Großstädten etabliert werden. "Will man Menschen raus aus dem Auto holen, dann muss das ÖPNV-Angebot rauf und die Fahrpreise runter", so Supplies.

Der Leipziger Stadtrat soll am heutigen Mittwoch den fortgeschriebenen Nahverkehrsplan der Messestadt beschließen. Dieser sieht zunächst eine Dämpfung der jährlichen Preissteigerungen vor. Statt wie üblich um 3,5 Prozent sollen die Kosten in den nächsten zwei Jahren um lediglich zwei Prozent erhöht, der Preis für die SchülerMobilCard beibehalten werden (TAG24 berichtete).

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