Zu gefährlich: Erste Zeitung zieht Reporter von Legida ab

In einem offenen Brief erklärt die L-IZ ihre Entscheidung für den Rückzug von Reportern bei LEGIDA-Demos.
In einem offenen Brief erklärt die L-IZ ihre Entscheidung für den Rückzug von Reportern bei LEGIDA-Demos.

Leipzig - Nach wiederholten Angriffen auf Journalisten stellt die Leipziger Internetzeitung (LIZ) ihre Berichterstattung über LEGIDA-Aufmärsche ein.

Die Reporter würden zunehmend im Stich gelassen und vor Ort „unausgesetzt bedroht und attackiert“, erklärte die LIZ-Redaktion am Dienstag und erhob Vorwürfe gegen die Polizei.

Einen Schutz für die Kollegen gebe es während der LEGIDA-Aufmärsche nicht. Drohungen, Vermummungen, das Blenden von Journalisten würden nicht unterbunden, so LIZ in einem offenen Brief.

Die Grünen im Landtag sprachen von einem neuen Tiefpunkt der Pressefreiheit: „Die Freiheit der öffentlichen Berichterstattung wird in unerträglicher Weise infrage gestellt“, sagte der Abgeordnete Valentin Lippmann.

Das demokratische Gemeinwesen stehe auf dem Spiel, wenn Journalisten aus Angst um Leben und Gesundheit nicht mehr von öffentlichen Ereignissen berichten könnten.

Lippmann forderte Innenminister Markus Ulbig (51, CDU) auf, sich umgehend mit Medienvertretern und Polizei über Sicherheitskonzepte zu verständigen.

Fotos: Ralf Seeger, Screenshots l-iz


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