"Identitäre" verfolgen Rettungsschiff vor lybischer Küste

Die "C-Star“ traf am Samstag rund 20 Seemeilen vor Libyen ein und verfolgte dort die "Aquarius". Dies berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP an Bord der "Aquarius".
Die "C-Star“ traf am Samstag rund 20 Seemeilen vor Libyen ein und verfolgte dort die "Aquarius". Dies berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP an Bord der "Aquarius".  © Michele Amoruso/Pacific Press via ZUMA Wire/dpa

Lybien - Eine Weile hatte man nichts mehr von ihnen gehört, doch jetzt sorgt die Identitäre Bewegung erneut für Schlagzeilen: Im Mittelmeer sollen die rechtsextremen Aktivisten das Rettungsschiff "Aquarius" verfolgt haben, berichtet "ORF.at".

Die Identitären sind mit dem Ziel angetreten, Flüchtlinge an der Überfahrt nach Europa zu hindern. Mit dem Schiff "C-Star" sind sie dafür in See gestochen (TAG24 berichtete).

Vor der lybischen Küste machten sie am Samstag der Besatzung des Rettungsschiffes "Aquarius" das Leben schwer.

Mit nur wenigen Hundert Metern Abstand verfolgte die Gruppe das Schiff 30 bis 45 Minuten lang, so ein Reporter.

Später wurde der Abstand größer, auch deshalb, weil die "Aquarius" plötzlich doppelt so schnell wie die "C-Star" fuhr.

Ob sie ihr Tempo erhöhten, weil sie die "C-Star" für eine Bedrohung hielten, wollte die Besatzung der "Aquarius" jedoch nicht mitteilen.

Betrieben wird die "Aquarius" von den zwei Hilfsorganisationen "SOS Mediterranee" und "Ärzte ohne Grenzen".

Titelfoto: Michele Amoruso/Pacific Press via ZUMA Wire/dpa


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