Nach Anschlägen in Sri Lanka: Hauptverdächtiger gefasst

Lyon - Nach den Anschlägen vom Ostersonntag in Sri Lanka mit über 250 Toten wurde ein Hauptverdächtiger gefasst.

Helfer tragen nach einer Explosion am Ostersonntag in der St.-Sebastians-Kirche nördlich von Colombo den Leichnam eines Opfers aus der Kirche.
Helfer tragen nach einer Explosion am Ostersonntag in der St.-Sebastians-Kirche nördlich von Colombo den Leichnam eines Opfers aus der Kirche.  © Chamila Karunarathne/AP/dpa

Der Mann sei 29 Jahre alt und stamme aus Sri Lanka. Am Freitag wurde er zusammen mit vier weiteren Verdächtigen im Nahen Osten verhaftet und an Sri Lanka ausgeliefert. Darüber informierte die Polizeiorganisation Interpol.

Ostersonntag kamen bei mehreren Explosionen in Sri Lanka 253 Menschen ums Leben, 149 wurden verletzt (TAG24 berichtete). Darunter sind jeweils auch viele Ausländer.

Betroffen waren drei Kirchen in verschiedenen Teilen des Landes. Außerdem zwei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo.

Der südasiatische Inselstaat ist ein beliebtes Touristenziel, auch für Europäer. Nur rund sieben Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die Mehrheit sind Buddhisten. Erst 2009 war der Bürgerkrieg nach 26 Jahren zu Ende

Kurz nach den Anschlägen erklärte Verteidigungsministers Ruwan Wijewardene, die Verantwortlichen für die Anschlagsserie seien identifiziert. Er sprach dabei von einem "terroristischen Vorfall" einer einheimischen Islamistengruppe.

Die Terrormiliz IS hatte die Selbstmordanschläge zwar auch bald für sich reklamiert. Allerdings lässt sich die Echtheit der Nachricht nicht unabhängig überprüfen.

Fachleute von Polizei und Militär inspizieren einen Explosionsort im Hotel Shangri-la Colombo.
Fachleute von Polizei und Militär inspizieren einen Explosionsort im Hotel Shangri-la Colombo.  © Eranga Jayawardena/Ap/dpa

Titelfoto: Chamila Karunarathne/AP/dpa

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