In Köln gelandet: Klinik informiert über verletzte Madeira-Opfer

Köln/Madeira - Nach dem tragischen Busunfall mit 29 toten Deutschen auf Madeira hat sich am Ostersonntag die Kölner Klinik-Merheim zum Zustand der 15 ausgeflogenen verletzten deutschen Opfer gemeldet.

Krankentransportfahrzeuge fahren zu einem Hangar auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn, nachdem dort ein MedEvac-Flugzeug der Luftwaffe mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira gelandet war.
Krankentransportfahrzeuge fahren zu einem Hangar auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn, nachdem dort ein MedEvac-Flugzeug der Luftwaffe mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira gelandet war.

Den 15 Patienten gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte eine Sprecherin der Kliniken der Stadt Köln am Ostersonntag mit.

Noch während des Osterwochenendes sollen einige Patienten in Krankenhäuser in der Nähe ihrer jeweiligen Wohnorte verlegt werden, so die Sprecherin.

Die 15 ausgeflogenen Patienten erlitten bei dem Busunglück so schwere Verletzungen, dass sie weiterhin in Krankenhäusern bleiben müssen.

Deshalb wurden sie am Samstag mit einem Medizin-Airbus der Deutschen Luftwaffe ausgeflogen und in das Krankenhaus Köln-Merheim der Kliniken Köln gebracht.

"Die Patienten wurden von den ärztlichen Kollegen auf Madeira sehr gut versorgt, ebenso fühlten wir uns bestens über den Zustand der Patienten informiert", so Professor Bertil Bouillon, Direktor der Unfallklinik in Köln-Merheim.

Die Klinik selbst bezeichnet sich selbst als ein führendes Trauma-Zentrum in Deutschland. Die Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, der Bundeswehr, der Kölner Feuerwehr und anderen Beteiligten habe gut geklappt.

"Der Dank gilt vor allem dem Mitarbeiterstab unseres Hauses, die Kolleginnen und Kollegen sind sehr selbstverständlich am Osterwochenende ins Haus gekommen, um sich um die Verletzten und Angehörigen zu kümmern", so Professor Bertil Bouillon.

Sondermaschine der Luftwaffe flog Verletzte nach Köln

Ein Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira landet auf dem Flughafen Köln-Bonn.
Ein Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira landet auf dem Flughafen Köln-Bonn.  © Caroline Seidel/dpa

Die meisten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira sind am Karsamstag mit der Sondermaschine der Bundeswehr in Köln gelandet.

Die 15 Verletzten an Bord der Maschine stammen aus dem nordrhein-westfälischen Rhein-Erft-Kreis, dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein sowie aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, wie die Stadt Köln mitteilte.

Mehrere Krankenwagen waren vor der Landung der Maschine im Konvoi zum Flughafen gefahren.

Das Flugzeug erreichte Köln nach Angaben der Luftwaffe um kurz nach 17 Uhr. Laschet dankte den Rettungssanitätern, Ärzten und der Besatzung der fliegenden Intensiv-Station des Airbus "MedEvac".

"Ich wünsche allen Patienten eine schnelle und möglichst vollständige Genesung", ließ Köln Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Unfallopfern ausrichten. In der Klinik Merheim, in der die Verletzten weiterbehandelt werden sollten, seien sie "in den besten Händen".

Bei dem Unglück in Madeira waren am Mittwochabend 29 Insassen des Reisebusses ums Leben gekommen, 27 erlitten Verletzungen. Sieben Betroffene wollten nach Angaben des Reiseveranstalters Trendtours am Samstag mit normalen Flügen heimkehren.

Die Verletzten erreichten per Rettungswagen das Krankenhaus in Köln-Merheim.
Die Verletzten erreichten per Rettungswagen das Krankenhaus in Köln-Merheim.  © privat

Titelfoto: Caroline Seidel/dpa

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