Pilot bricht sein Schweigen: Ich habe Maddie gesehen und bin ihr gefolgt!

Die kleine Madeleine "Maddie" McCann verschwand am 3. Mai 2007 aus einer portugiesischen Ferienanlage.
Die kleine Madeleine "Maddie" McCann verschwand am 3. Mai 2007 aus einer portugiesischen Ferienanlage.  © DPA

Lagos - Dieser Fall ist ein Mysterium, das Eltern, Polizei und Millionen Menschen, die das Drama im vergangenen Jahrzehnt verfolgten, nicht loslässt: das Verschwinden der kleinen Madeleine "Maddie" McCann.

Immer wieder tauchen die wüstesten Geschichten rund um den Aufenthaltsort des Mädchens auf, das am 3. Mai 2007 mit drei Jahren aus einer portugiesischen Ferienanlage verschwand.

Erst vor wenigen Tagen stellte ein früherer Scotland-Yard-Mitarbeiter die Vermutung auf, Maddie sei an Bord einer Fähre nach Afrika geschmuggelt und dort an eine reiche Familie verkauft worden sein (TAG24 berichtete).

Nun meldete sich auch noch der Pilot Andre van Wyk zu Wort, der Maddie kurz nach ihrem Verschwinden gesehen haben will. "Ich war auf der Straße von Portimao nach Lagos unterwegs, als eine Pferdekutsche mit einem Pärchen an mir vorbeifuhr", erinnert er sich gegenüber dem Dailystar.

Die beiden seien mittleren Alters gewesen und hätten übliche "Zigeuner"-Kleidung getragen. "Dann richtete ich meine Aufmerksamkeit auf die Frau. Sie hielt ein kleines Mädchen mit blonden Haaren in ihren Armen. Und weil der Fall Maddie das große Thema des Tages war, folgte ich ihnen", so van Wyk. Die Kutsche habe ihn in ein Camp der Sinti und Roma geführt.

Ihre Eltern Kate und Gerry McCann haben die Hoffnung bis heute nicht aufgegeben.
Ihre Eltern Kate und Gerry McCann haben die Hoffnung bis heute nicht aufgegeben.  © DPA

Die Frau habe die ganze Zeit über versucht, das Gesicht des Kindes mit einer Art Kleidungsstück zu verbergen.

Und auch wenn er nicht sicher sei, dass es sich bei dem Kind um Maddie handele, so sei das ganze Szenario äußerst merkwürdig, vor allem die Tatsache, dass ein blondes Mädchen mit den Sinti und Roma unterwegs war.

Vom Camp aus habe er die Polizei alarmiert. Ob die Behörden seinem Hinweis nachgegangen sind oder nicht, könne er aber nicht sagen.

Weil ihn die Sache nicht in Ruhe ließ, habe er sich zwei Tage später noch einmal auf den Weg zum Camp gemacht. Doch die Familie sei bereits weitergezogen.

Und Andre van Wyk ist nicht der Einzige, der Maddie mit den Sinti und Roma gesehen haben will. Auch der britische Tourist Jean Godwin sagte bereits aus, dass er das Mädchen mit einer Gruppe in Carvoeiro sah - eine Stadt, die etwa acht Kilometer von dem Camp entfernt liegt.

Ob an der Geschichte also wirklich etwas dran ist? Sicher ist auf jeden Fall: Der Fall Madeleine McCann wird den Behörden wohl noch lange keine Ruhe lassen.


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