Brite brüstet sich mit der Entführung von Madeleine "Maddie" McCann

Mit diesem Tattoo sorgt ein britischer Urlauber aktuell für Entsetzen.
Mit diesem Tattoo sorgt ein britischer Urlauber aktuell für Entsetzen.

Magaluf - Ist das die größte Unverschämtheit aller Zeiten?! Ein junger Brite hat sich im Urlaub ein Tattoo stechen lassen, das Sinn, Verstand und Empathie vermissen lässt.

Bei Twitter kursiert ein Foto, das die vermeintliche Wade des offenbar frisch Tätowierten zeigt. Dort ist in die Haut gehackt: "I Stole Madeleine McCann" (Ich habe Madeleine gestohlen), darunter ein Herz, darüber ein Paar Glocken.

Geschmackloser kann ein Tattoo doch kaum sein, oder?! Das kleine, damals dreijährige Mädchen verschwand vor mehr als zehn Jahren aus einem portugiesischen Ferienressort, als sie mit ihren Eltern Kate und Gerry McCadden im Urlaub weilte.

Seitdem suchen ihre Familie und die Ermittler mit Hochdruck nach Maddie - bisher ohne großartigen Erfolg (TAG24 berichtete). Die Ermittler schienen mindestens zweimal vor dem entscheidenden Durchbruch zu stehen. Die kleine Maddie aber blieb verschwunden...

Doch offensichtlich ist das nur der traurige Höhepunkt einer Auswahl an schlechten Tattoos betrunkener, britischer Touristen auf Mallorca. Wie ein Studiomitarbeiter der britischen Tageszeitung "Daily Star" verriet, machen die spanischen Tattoostudios ordentlich Kasse mit den besoffenen Kunden.

Maddies Eltern hoffen bis heute auf die Rückkehr ihrer Tochter.
Maddies Eltern hoffen bis heute auf die Rückkehr ihrer Tochter.  © DPA

Dabei scheinen die Briten zu versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Oder besser gesagt: Das Intelligenzniveau des anderen noch zu unterbieten. Den Betreibern ist das natürlich egal. Sie haben - anders als in vielen Läden abseits der Partymeilen - keinerlei künstlerischen Anspruch an ihre Werke - am Ende zählt nur das Geschäft.

Stattdessen werden "lustige" Sprüche, Simpsons-Figuren oder anzügliche Bilder zu Haufen auf die sonnengereizte Haut gestochen - am liebsten, so scheint es, direkt auf die Pobacke. Vielleicht, damit man das Urlaubssouvenir später, wenn man wieder nüchtern ist, besser vor Blicken schützen kann.

Dennoch: Das Maddie-Tattoo macht noch einmal sprachlos. Die Identität des "Schuldigen" blieb bisher geheim. Das ist vielleicht auch besser so. Immerhin würde ihm aufgrund der Respektlosigkeit gegenüber dem Mädchen und seiner Familie, die bis heute im Dunkeln tappt, was ihrer kleinen Tochter damals zugestoßen ist, nicht unbedingt Begeisterung entgegenschlagen.

Hoffen wir, dass der Urlauber noch etwas Geld in der Urlaubskasse übrig behalten hat, um die Laserbehandlung oder ein etwas stilvolleres Cover-up bezahlen zu können...


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